Schadenersatz für Leichengeruch

Vermieterin verklagt das Land NRW

Nach dem 2013 die eingemauerte Leiche von Sigrid P. gefunden wurde, musste das Haus aufwendig saniert werden. Jetzt will die Vermieterin Schadenersatz.

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Schadenersatz für Leichengeruch (Foto: SAT.1 NRW)

Hinter einem Weinregal war die Leiche eingemauert.Bild: SAT.1 NRW,

Fünf Jahre liegt die Leiche von Sigrid P. im Keller des Einfamilienhauses in Königswinter — einbetoniert hinter einem Weinregal. Dann fliegt der Fall auf, ihr Ehemann wird wegen Mordes zu acht Jahren Haft verurteilt. Das Haus nach dem Leichenfund kernsaniert. Jetzt beschäftigt der Fall erneut das Gericht. Denn die Vermieterin des Hauses hat das Land NRW verklagt— auf Schadenersatz. Gut 26 000 Euro soll ihr das Land zahlen. Denn nachdem die die Leiche von Sigrid P. aus dem Beton geborgen wurde, sei der Leichengeruch durch das komplette Haus gezogen. Nach bekanntwerden der Tat, habe die Polizei das Haus versiegelt und durchsucht. Weil jedoch der Leichenfundort nicht abgedeckt worden sei und die Kellertür offen gestanden habe, habe sich der Geruch im ganzen Haus ausgebreitet. Die anschließende Sanierung sei aufwendig und teuer gewesen. Deswegen will die Vermieterin jetzt Geld. Das Land weist die Vorwürfe zurück. Dass der Geruch durch das Haus zieht, sei nicht zu vermeiden gewesen.

Zuletzt aktualisiert am . | Beitrag erstellt von  | Bild-Quellen: SAT.1 NRW,

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