Sanitäter springen für Feuerwehr ein

Steigende Einsatzzahlen treffen auf weniger Feuerwehrkräfte

Die Deutsche Feuerwehr-Gewerkschaft ist besorgt, dass der Sparzwang der Kommunen die Sicherheit der Bevölkerung und auch der Einsatzkräfte gefährdet.

 Weitere Informationen heute um 17:30 in SAT.1 NRW.
Sanitäter springen für Feuerwehr ein (Foto: SAT.1 NRW)

 Bild: SAT.1 NRW,

Letzten Freitag mussten in Herne die Rettungssanitäter den Feuerwehrkräften unter die Arme greifen. Die Kollegen waren stark unterbesetzt. Also mussten die Sanitäter, statt den Verletzten zu helfen, Feuerwehrschläuche ausrollen. Und solche Situationen treten laut der Deutschen Feuerwehr-Gewerkschaft immer häufiger auf, weil die Löschzüge immer wieder zu spät oder aber eben unterbesetzt ausrücken.

Das könnte Leben kosten

Die Feuerwehr-Gewerkschaft schlägt deshalb Alarm. Im schlimmsten Fall könnte die Einsparung beim Feuerwehr-Personal und der damit verbundene Einsatz von Sanitätskräften Rettungsmaßnahmen verzögern oder im schlimmsten Fall sogar Leben kosten. Denn die Rettungssanitäter haben zwar eine Feuerwehr-Grundausbildung, einen Feuerwehrbeamten ersetzen können sie dadurch aber auf keinen Fall. Ganz abgesehen davon, haben die Sanitäter keine ausreichende Schutzkleidung und steril sind sie nach dem Aushelfen bei der Feuerwehr auch nicht mehr.

Einsparungen beim Personal

Häufig würden die Kommunen schon mit zu wenig Personal planen, so die Deutsche Feuerwehr-Gewerkschaft. Deshalb fordert die Gewerkschaft jetzt die Gewerkschaften auf, mehr Geld in das Feuerwehrpersonal zu stecken. Damit das von den Kommunen auch umgesetzt wird, soll sich die NRW Landesregierung einschalten. Deshalb hat die Gewerkschaft ihre Befürchtungen in einem Brief zusammengefasst und an alle Mitglieder des NRW Innenausschusses geschickt.

Heute hat sich der Gewerkschaftschef mit Abgeordneten der CDU getroffen. Die haben Rückendeckung versprochen.

Zuletzt aktualisiert am . | Beitrag erstellt von  | Bild-Quellen: SAT.1 NRW,

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