Sami A. wird nicht abgeschoben

Leibwächter von bin Laden darf in Bochum bleiben

Der ehemalige Vertraute von Osama bin Laden Sami A. wird nicht abgeschoben. Das hat das Verwaltungsgericht Gelsenkirchen entschieden.

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Sami A. wird nicht abgeschoben (Foto: SAT.1 NRW)

 Bild: SAT.1 NRW,

Er soll einer der Leibwächter Osama bin Ladens gewesen sein und trotzdem darf er bei uns wohnen bleiben. Sami A. lebt seit 11 Jahren mit seiner Frau und mittlerweile vier Kindern in Bochum. Der Verfassungsschutz beobachtet den Islamisten seit Jahren, er ist in der Szene bekannt. Seit 10 Jahren will die Stadt Bochum ihn deshalb ausweisen lassen, doch Folterdrohungen in Tunesien haben ihn bisher davor geschützt. Seit der Revolution 2011 hat sich dort allerdings einiges verändert, sodass der Abschiebeschutz aufgelöst wurde. Der Fall ging mittlerweile durch alle Instanzen.

Seit 19 Jahren in Deutschland

1997 ist er in Deutschland eingereist und wohnte zunächst in Köln. 2005 zog er nach Bochum. 2006 wurde das ein Ermittlungsverfahren gegen ihn eingeleitet, doch Sami A. bestreitet auch heute noch, dass er zum engsten Kreis Osama bin Ladens gehörte.

Sami A. darf bleiben

Doch auch heute hat ihn die Gefahr in Tunesien vor der Abschiebung  bewahrt. Vom Gericht hieß es, es bestehe ein „sehr hohes Risiko“, dass Sami A. Folter oder Verfolgung drohe.

Zuletzt aktualisiert am . | Beitrag erstellt von  | Bild-Quellen: SAT.1 NRW,

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