Rosenmontag: Kölner Polizei zufrieden

Polizei zieht positive Bilanz nach Rosenmontagsumzug

Die Polizei in Köln hat viel Lob nach dem Rosenmontagszug bekommen. Das neue Sicherheitskonzept sei aufgegangen. Es gab nur wenige Zwischenfälle.

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Rosenmontag: Kölner Polizei zufrieden (Foto: Sat.1 NRW)

Die meisten Jecken feierten friedlichBild: Sat.1 NRW,

Brauchen wir nicht nur zu Karneval, sondern auch sonst mehr Polizeipräsenz?

Die Kölner Polizei zeugt sich nach Rosenmontag zufrieden. Mehr Polizeipräsenz und konsequentes Eingreifen haben für mehr Sicherheit gesorgt.

Die ganze Welt hat wohl am Rosenmontag nach Köln geblickt. Nach den Ausschreitungen in der Silvesternacht war das Thema Sicherheitslage in der Stadt ein heikles. Stadt und Polizei hatten sich ein neues Sicherheitskonzept überlegt – und das sei auch voll aufgegangen: Mehr Polizisten, sichtbare Präsenz von Polizei und Ordnungsamt in der Stadt, dazu private Sicherheitsdienste.

Kölner Polizei ist hochzufrieden

Die Polizei in Köln zeigt sich heute sehr zufrieden mit dem veränderten Konzept. Polizeipräsident Jürgen Matthies war froh, den Umzug trotz Unwetterwarnung sicher durch die Stadt gebracht zu haben. Auch die Mitarbeiter vom Ordnungsamt haben kaum Probleme gehabt: Bis zum Abend haben sie nur vier Wildpinkler und sechs Jugendliche mit Alkohol erwischt.

Verändertes Konzept habe funktioniert

Insgesamt war die Schwelle, wann die Polizei eingreift, viel niedriger angesetzt als in den letzten Jahren. Konsequent einschreiten war die Vorgabe. So wollten die Beamten mögliche Straftaten im Vorfeld verhindern. 1850 Polizisten waren nach offiziellen Angaben im Einsatz – fast doppelt so viele wie im letzten Jahr an Rosenmontag. Sie haben 99 Personen festgenommen und 432 in Gewahrsam genommen, 1079 Platzverweise ausgesprochen und 542 Strafanzeigen aufgenommen sowie 45 angezeigte Sexualdelikte. Der Kölner Polizeipräsident ist sich sicher: Durch die vielen Polizisten konnten viele Straftaten verhindert werden. Viele feiernde Jecken hätten sich sogar bei den Polizisten bedankt und sie unterstützt.

Rosenmontagszug in Aachen friedlich, Zwischenfälle bei Bonn

Auch in anderen Karnevalshochburgen hat die Polizei eine weitgehend positive Bilanz gezogen: Der Rosenmontagszug in Aachen verlief friedlich, auch hier wurde Sicherheit groß geschrieben. Im Rhein-Sieg-Kreis bleib es hingegen nicht so friedlich, wie die Polizei zunächst angenommen hat. Die Kreispolizei musste mehrere Strafanzeigen erstatten. So wurde zum Beispiel in Troisdorf eine 15-jährige Schülerin sexuell belästigt. Doch auch hier ist die Polizei grundsätzlich zufrieden mit dem Einsatzverlauf, denn auch hier habe es vergleichsweise wenig Straftaten gegeben. In Düsseldorf und anderen Städten wurden die Rosenmontagszüge dieses Jahr kurzfristig abgesagt. Grund war eine Unwetterwarnung.

Zuletzt aktualisiert am . | Beitrag erstellt von  | Bild-Quellen: Sat.1 NRW,

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