Rechtsradikaler Terror in Dortmund

Ausschuss besucht Tatort in der Nordstadt

Neun Jahre nach dem Mord am türkischen Kioskbetreiber Mehmet Kubasik besichtigt der NSU-Ausschuss den Tatort. Behörden-Versagen soll aufgedeckt werden.

 Wer mehr wissen will schaut 17:30 Uhr SAT.1 NRW.
Rechtsradikaler Terror in Dortmund (Foto: SAT.1 NRW)

Die Gedenktafel liegt vor dem Kiosk, in dem Mehmet Kubasik 2006 ermordet wurde. Bild: SAT.1 NRW,

Nach dem Mord an dem türkischen Kioskbetreiber Mehmet Kubasik besucht der der NSU-Untersuchungsausschuss des nordrhein-westfälischen Landtags heute, über neun Jahre später, zum ersten Mal den Tatort an der Mallinckrodtstraße. Die Gedenkstätte am Nordausgang des Dortmunder Hauptbahnhofs wurde zuerst besucht, anschließend ging es für die 14 Mitglieder des Ausschusses zum Tatort. Dort fand ein Gespräch mit der Polizei statt. Allerdings nicht mit den Polizisten, die an den Ermittlungen beteiligt waren, da sie eventuell noch als Zeugen vor dem Ausschuss aussagen müssen. Bürger durften das Geschehen beobachten, allerdings keine Fragen stellen. Der Untersuchungsausschuss, der im November 2014 eingesetzt wurde, versucht herauszufinden, wie die Behörden nach dem Mord zusammengearbeitet haben. Mehmet Kubasik wurde am 04. April 2006 in seinem Kiosk erschossen. Vermutlich von den Neonazis Uwe Mundlos und Uwe Böhnhardt. Beide haben Suizid begangen. Unter anderem muss sich Beate Zschäpe als Tatberdächtige verantworten. Bis heute ist nicht ganz klar, was sich damals in der Dortmunder Nordstadt zugetragen hat.

Ob der Tatort-Besuch heute neue Erkenntnisse bringt, ist unklar.

Zuletzt aktualisiert am . | Beitrag erstellt von  | Bild-Quellen: SAT.1 NRW,

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