Rechte Hetzjagd mit Google-Karte

„Für rechte Anschläge gibt es jetzt einen Touristenführer“

Auf dem speziellen Google-Dienst „my maps“ gibt es eine Karte mit den Standorten von Flüchtlingsheimen. Offenbar von Rechtsradikalen erstellt.

 Ein echter Aufreger! Mehr dazu: 17:30 SAT.1 NRW.
Rechte Hetzjagd mit Google-Karte (Foto: SAT.1 NRW)

 Bild: SAT.1 NRW,

Muss Google die Hetz-Karte endlich entfernen?

Jedes Asylheim, jede Flüchtlingsunterkunft, sogar einzelne Wohnungen sind auf der Karte verzeichnet. Rechte haben sie erstellt.

Man sieht vor lauter Pins die Karte kaum noch. Gesäumt von roten Stecknadeln sorgt eine Karte bei google für heftige Diskussionen. Sie zeigt an, wo in Deutschland Flüchtlingsheime sind. Neben der Adresse werden dabei oft noch weitere Daten wie Telefonnummer oder Zahl der Asylbewerber aufgeführt. Internetnutzer bezeichnen die Karte bereits als „Touristenführer für rechte Anschläge“. In den Informationen links neben der Karte erfährt man, wer diese Übersicht erstellt hat. Es ist die Kampagne: „Kein Asylantenheim in meiner Nachbarschaft“. Auch in rechten Netzwerken wurde die Karte bereits eifrig geteilt. Angesichts zahlreicher Angriffe auf Flüchtlingsunterkünfte, fordern nun mehrere Initiativen Google auf, die Karte zu löschen. Das Unternehmen prüft den Fall jetzt zumindest. Verstößt er gegen die Richtlinien, könnt er gelöscht werden. Da er aber nicht offensichtlich zu Hass oder Gewalt aufruft, dürfte das jedoch nicht passieren. Währenddessen haben Internetnutzer den Spieß einfach umgedreht. Sie haben die vorhandenen Daten genommen und daraus eine neue Karte mit dem Titel „Helft mit! Helft Menschen in Not!“ erstellt. Damit soll die eigentliche Karte von Asylgegnern jetzt mehr Solidarität für Flüchtlinge erzeugen.

Zuletzt aktualisiert am . | Beitrag erstellt von  | Bild-Quellen: SAT.1 NRW,

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