Prozess um Zigarettenqualm

"Raucherstreit von Dortmund" endete vor Gericht

Gegen ein rauchendes Ehepaar zogen zwei Familien aus Dortmund vor Gericht. Heute kam es zum Urteil: Ehepaar darf weiter qualmen.

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Prozess um Zigarettenqualm (Foto: SAT.1 NRW)

Raucher-Ehepaar darf weiter qualmen. Bild: SAT.1 NRW,

Man stelle sich folgende Situation vor: Man sitzt auf seiner Terrasse und raucht eine Zigarette. Ganz gemütlich, genießt die Zeit und das ganz ohne bösen Hintergedanken.

Diese Situation endete vor ungefähr zwei Jahren in Dortmund-Grevel allerdings in einem fiesen Nachbarschaftsstreit. Zwei Familien verlangten von ihren Nachbarn, einem Ehepaar, nur noch zu bestimmten Zeiten auf ihrer Terrasse zu rauchen, da der Zigarettenqualm direkt in die Schlafzimmer der Familien ziehe. Um spätestens 21 Uhr sollte die letzte Zigarette ausgedrückt werden. Die Fenster könnten nachts nicht mehr geöffnet werden, denn es stinke erbärmlich, so einer der Betroffenen. Der Streitfall landete vor dem Dortmunder Amtsgericht, denn das Raucher-Ehepaar, das nach eigenen Aussagen zusammen pro Tag gerade einmal 16 Zigaretten raucht, hielt davon überhaupt nichts.

Die Richterhin hatte sich im September sogar zu einem Ortstermin eingefunden, bei dem sie die Situation begutachtete und schaute, ob die angebliche Qualm-Belästigung tatsächlich so schlimm ist.

Heute Morgen fiel das Urteil der Richterin: Mit der Begründung, dass „keine wesentliche Beeinträchtigung“ durch den Zigarettenqualm vorliege, wies sie die Klage ab.

Zuletzt aktualisiert am . | Beitrag erstellt von  | Bild-Quellen: SAT.1 NRW,

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