Erfolgreich gegen Automatensprenger

Neue Festnahmen und Gerichtsprozess

Während das LKA die Festnahme mehrere Geldautomaten-Sprenger verkündet, steht ein Tatverdächtiger in Hamm vor Gericht.

 Weitere Informationen heute um 17:30 in SAT.1 NRW.
Erfolgreich gegen Automatensprenger (Foto: SAT.1 NRW)

 Bild: SAT.1 NRW,

Unmittelbar vor der geplanten Sprengung eines Geldautomaten hat die Polizei am frühen Mittwochmorgen in Dorsten drei Männer festgenommen. Das Trio gehöre einer Gruppierung aus dem Raum Kleve an, die verdächtigt werde, seit März 2015 mehrere Geldautomaten gesprengt zu haben, teilte das Landeskriminalamt (LKA) am Mittwoch in Düsseldorf mit. Die Männer waren offenbar schon längere Zeit im Visier der Fahnder. Auf ihr Konto sollen insgesamt 13 Sprengungen gehen. Die Männer seien unmittelbar vor einer geplanten Sprengung in Dorsten bei Recklinghausen auf frischer Tat festgenommen worden, berichtete das LKA. In den vergangenen Monaten sind allein in NRW mehr als 60 Geldautomaten gesprengt worden. Im Einzelnen handelte es sich um folgende Taten:
23.03.2015, Sparkasse Kranenburg
02.06.2015, Sparkasse Bedburg-Hau
19.10.2015, Sparkasse Kranenburg
27.10.2015, Volksbank Goch
30.10.2015, Sparkasse Kleve
18.11.2015, Volksbank Kevelaer
19.11.2015, Volksbank Kalkar
24.11.2015, Volksbank Alpen-Veen
25.11.2015, Sparkasse Kevelaer
06.12.2015, Volksbank Emmerich
08.12.2015, Sparkasse Xanten
18.12.2015, Sparkasse Wesel
22.12.2015, Postfiliale Nettetal-Lobberich

Zudem muss sich heute ein Bandenmitglied in Hamm vor Gericht verantworten. Der 22-Jährige aus Moldawien steht in dringendem Tatverdacht, Teil der Verbrecherbande zu sein, die Ende Juli den Geldautomat im Obi-Baumarkt in Hamm gesprengt hat. Damals wurde eine Beute von 25.000 Euro gemacht. Die Polizei durchforstete anschließend mit einer Hundertschaft und Helikoptern das Stadtgebiet. Am Ende waren die Ermittler erfolgreich und konnten die Täter festnehmen. Vom Prozess heute erhofft man sich nun weitere Einzelheiten, denn der Angeklagte hatte sich offenbar zu weiteren Sprengungen verabredet. Die Behörden haben sein Handy abgehört, dass er wohl verbotenerweise im Gefängnis bei sich hatte. (dpa)

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