Ein Produkt – unterschiedliche Preise

Je nachdem mit welchem Gerät man surft, kann es teuer werden

Beim Treffen der deutschen Verbraucherschutzminister heute in Düsseldorf geht es auch um das Thema Online-Shopping und den damit verbundenen Preisfallen.

 Gibt´s nicht? Doch! Mehr dazu um 17:30 Uhr in SAT.1 NRW.
Ein Produkt – unterschiedliche Preise (Foto: SAT.1 NRW)

Unser Test zeigt für einen Flug drei unterschiedliche Preise an. 156€, 158€ oder 177€. Je nachdem ob über PC, Apple Handy mit App oder Android Handy mit normalem Internet.Bild: SAT.1 NRW,

Habt Ihr Vertrauen in den Onlinehandel?

Die Verbraucherschutzminister wollen Maßnahmen gegen die oft schwer nachvollziehbare Preisgestaltung beim Onlinehandel ergreifen.

Mal eben einen Flug buchen geht mittlerweile richtig schnell. Handy raus, App aufmachen und zuschlagen. Doch je nachdem von welchem Endgerät aus man auf das Angebot stößt, kann es teurer oder billiger sein. PC, iPhone, Android-Handy oder Tablet zeigen gerne mal unterschiedliche Preise an. Das ist den Verbraucherschutzministern ein Dorn im Auge. In Düsseldorf wollen sie heute Maßnahmen beschließen, die dieses Phänomen einschränken. Allen voran kämpft NRW-Verbraucherschutzminister Johannes Remmel gegen die Preisaufschläge an. Er kritisiert die mittlerweile mangelnde Transparenz im Online-Shopping. So entscheidet über den Preis manchmal nicht nur das Gerät auf dem der Kunde das Angebot anschaut, sondern auch der Wohnort: „Wir haben heute schon Tendenzen, dass beispielsweise im Tourismusbereich Preise im Internet nach Wohnort entsprechend ausgewiesen werden. Das wollen wir nicht. Deswegen muss es ein deutliches Stoppsignal geben.“

Verbraucherschutzzentrale zeigt Angebots-Schwindel

Unterstützung erhalten die Politiker von der Verbraucherschutzzentrale NRW. Die Experten haben verschiedene Tests gemacht und Onlinepreise mit verschiedenen Geräten verglichen. Dabei sind nicht nur unterschiedliche Preise aufgefallen, sondern ein weiteres Phänomen: Seltsame Preissprünge. Hat man ein Angebot entdeckt, kann es gerne sein, dass sich der Preis von der ersten Seite, bis hin zur endgültigen Bestellung im Warenkorb mehrfach verändert – warum auch immer. Auch hier herrscht mangelnde Transparenz, die auch große Online-Shops wie Amazon betrifft. Dort hatte man per Android-App einen Bartschneider für 19,90 Euro gefunden, ein Klick weiter, war der Preis bereits ein ganz anderer.

So können sich Verbraucher schützen 

Wer ein paar einfache Tipps beachtet, kann dem unübersichtlichen Online-Einkauf etwas entgegentreten. Die Experten der Verbraucherschutzzentrale raten grundsätzlich erstmal so wenige Daten wie nötig im Internet preiszugeben. Da man natürlich um einige Angaben nicht rumkommt, sollte man seine Spuren zügig wieder verwischen. Zum Beispiel sollte man den Browserverlauf oder auch die Cookies löschen, denn aus denen kann ein Einkaufsverhalten abgeleitet werden. Zudem sollte man sich Zeit nehmen um Preise zu vergleichen. Und zwar so, dass man sich nicht nur auf unterschiedlichen Geräten ein Angebot vergleicht, sondern auch zu unterschiedlichen Uhrzeiten.

Zuletzt aktualisiert am . | Beitrag erstellt von  | Bild-Quellen: SAT.1 NRW,

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