Planungsfehler bei Loveparade-Katastrophe

Auch das neue Gutachten bleibt bei den Vorwürfen

Das überarbeitete Gutachten kommt zum gleichen Schluss: Die Planungsfehler hätten von der Stadt erkannt werden müssen.

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Planungsfehler bei Loveparade-Katastrophe (Foto: Roland Weihrauch / dpa)

Bei der Loveparade 2010 starben 21 Menschen und 500 wurden verletzt. Bild: Roland Weihrauch / dpa,

Der Panik-Forscher Keith Still bleibt nach «Focus»-Informationen auch in seinem nachgebesserten Gutachten zur Duisburger Loveparade-Katastrophe bei den Vorwürfen gegen Stadt und Veranstalter. Das von der Stadt genehmigte Konzept weise «grundlegende Fehler» auf, zitierte «Focus Online» aus dem 84-seitigen Gutachten zur tödlichen Massenpanik, um das Still vom Duisburger Landgericht gebeten worden war. Ein Sprecher des Gerichts äußerte sich am Abend nicht dazu.

Dem Gutachten zufolge habe es «klare Hinweise auf ein Störungspotenzial vor der Veranstaltung» gegeben, zitierte «Focus Online» aus der seit kurzem vorliegenden deutschen Fassung des Gutachtens. «Nämlich das Risiko der Überfüllung und somit das Risiko einer Verletzung von Leib und Leben.» Die Fehler hätten bei der Planung und beim Genehmigungsverfahren festgestellt werden müssen.

Bei dem Techno-Fest waren vor fast genau fünf Jahren 21 Menschen ums Leben gekommen, mehr als 500 wurden verletzt. Die Staatsanwaltschaft hatte im Februar 2014 zehn Mitarbeiter der Stadt und des Veranstalters angeklagt. Die Anklageschrift beruft sich vor allem auch auf die Erkenntnisse des Experten für Bewegungen von Menschenmassen.

Dem Gericht hatte das erste Still-Gutachten nicht ausgereicht. Der Brite musste deshalb Antworten auf mehr als 70 Fragen nachliefern. (dpa)

Zuletzt aktualisiert am . | Beitrag erstellt von  | Bild-Quellen: Roland Weihrauch / dpa,

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