Paketkasten für alle

Post-Konkurrenten stellen eigenes Paketsystem vor

Hermes, DPD und GLS entwickeln jetzt eigene Paketkästen, die allen Anbietern offenstehen sollen. Sie wurden in Düsseldorf vorgestellt.

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Paketkasten für alle (Foto: ParcelLock GmbH)

Paketkasten für alle: Mit dem ParcelLock System setzen Hermes, DPD und GLS einen neuen Standard im deutschen Paketmarkt.Bild: ParcelLock GmbH,

Nach der Deutschen Post wollen nun auch die Konkurrenten Hermes, DPD und GLS einen Paketkasten in Wohnhäusern einführen. Das System soll anders als das der Post für alle Anbieter offen sein. Es soll im kommenden Sommer auf den Markt kommen, wie die Unternehmen in Düsseldorf erklärten. Auch die Post kündigte eine Ausweitung des Angebots an: Im kommenden Jahr sollen auch Mehrfamilienhäuser mit Paketkästen ausgestattet werden.

Die Paketkästen sind so etwas wie der große Bruder des Briefkastens: Die Sendungen werden auch dann zugestellt, wenn der Empfänger nicht zu Hause ist. Auch Rücksendungen können abgewickelt werden. Die Kästen der Post sind allerdings nur für die eigenen DHL-Zusteller zugänglich. Pakete der Konkurrenz werden nicht angenommen. Die DHL-Konkurrenten dagegen setzen auf Kooperation: Mit ihrem anbieterunabhängigen System wollen Hermes, DPD und GLS die Zustellung für die Kunden deutlich bequemer machen. Es soll allen Paketdiensten – auch der Posttochter DHL – offenstehen und sogar vom Pizza-Service oder der örtlichen Apotheker genutzt werden können.

«So wie heute schon einen Briefkasten wird künftig jeder einen Paketkasten haben», sagte GLS-Chef Rico Back. Das von den  Post-Konkurrenten entwickelte System könne zum neuen Standard werden, weil es ein Durcheinander verschiedener Paketkästen – einen «Kleinkrieg im Vorgarten» – verhindere. Die Hersteller gehen davon aus, dass in fünf bis sieben Jahren schon zehn Prozent aller Paketzustellungen über Paketkästen erfolgen dürften.

Zuletzt aktualisiert am . | Beitrag erstellt von  | Bild-Quellen: ParcelLock GmbH,

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