Neuer Skandal um Loveparade?

Anwältin klagt: Event hätte nie genehmigt werden dürfen

Bärbel Schönhof vertritt Opfer der Loveparade in Duisburg. Fünf Jahre nach dem Drama reicht sie eine neue Klage ein hegt Zweifel an der Genehmigung.

 Ein echter Aufreger! Mehr dazu: 17:30 SAT.1 NRW.
Neuer Skandal um Loveparade? (Foto: Roland Weihrauch / dpa)

Bis heute ist das Unglück juristisch noch nicht aufgearbeitet.Bild: Roland Weihrauch / dpa,

21 Menschen mussten vor fünf Jahren ihr Leben bei der Loveparade in Duisburg lassen. 500 wurden verletzt. Noch immer sind die Wunden der Menschen nicht verheilt, denn die Ermittlungen zu diesem Drama dauern ewig und sind voller Pannen. Wenige Tage vor dem traurigen Jubiläum und vor dem Ende der Verjährungsfrist stellt nun die Bochumer Opferanwältin Bärbel Schönhof eine Anzeige, die ein ganz anderes Licht auf die Veranstaltung werfen könnte. Sie sagt, dass die die Veranstaltung niemals hätte genehmigt werden dürfen. Der Grund: Zuständigkeit. Denn das alte Güterbahnhofsgelände war zum Zeitpunkt des Events offiziell auch noch Bahngelände. Demnach waren Eisenbahnbundesamt und Bundespolizei zuständig. Erst drei Monate später wurde das Areal entwidmet. Das heißt: Stadt Duisburg und die Polizei hätten dort an der Rampe gar nicht planen und erst recht nicht genehmigen dürfen. Deshalb hat die Opferanwältin nun Strafanzeige gegen die Bundespolizei, das NRW-Innenministerium und das Eisenbahnbundesamt gestellt.

Zuletzt aktualisiert am . | Beitrag erstellt von  | Bild-Quellen: Roland Weihrauch / dpa,

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