Neue Vertuschungsvorwürfe gegen Minister

Sollten wir rund um Kölner Silvestertäter getäuscht werden?

Zwei mögliche Täter der Silvesternacht waren wohl ausgerechnet in einem Präventionsprojekt für jugendliche Nordafrikaner. Doch das sollte wohl keiner wissen, so der Vorwurf.

 Weitere Informationen heute um 17:30 in SAT.1 NRW.
Neue Vertuschungsvorwürfe gegen Minister (Foto: SAT.1 NRW)

 Bild: SAT.1 NRW,

Ist Innenminister Ralf Jäger noch der richtige?

Neue Vertuschungsvorwürfe gegen Innenminister Ralf Jäger. Mögliche Sextäter von Köln sollen in Präventionsprojekt gewesen sein.

Schon wieder bläst NRW-Innenminister Ralf Jäger der Wind ins Gesicht. Erneut geht es um mögliche Vertuschungsversuche rund um den Sexmob in der Silvesternacht. Es geht um zwei Tatverdächtige, die auf der Kölner Domplatte Frauen sexuell belästigt und Passanten beklaut haben sollen. Was diese Woche bekannt wurde: Ausgerechnet diese beiden Jungs waren Teilnehmer eines der Vorzeigeprojekte von Ralf Jäger. „Klarkommen“ soll junge Migranten abholen und auf den richtigen Weg bringen.

Angeblich wusste Ministerium längst bescheid

Dass die beiden „Klarkommen“-Teilnehmer auch Täter von Silvester sein sollen, war im Ministerium wohl schon länger bekannt als ein paar Tage. Es gibt mehrere brisante Mails, die auf eine mögliche Vertuschung schließen lassen könnten. Ein Schriftverkehr zwischen der AWO, die das Integrationsprojekt leitet und dem Ministerium. Darin wird geschrieben, wie man hartnäckige Journalisten „abgewimmelt“, wie man „konsequent alle Interviewwünsche abgelehnt“ hat oder wie man „Innenministerium und Polizeipräsidium argumentativ rausgelassen hat“. Ein möglicher neuer Vertuschungsversuch, der Innenminister Ralf Jäger wieder in arge Bedrängnis bringt. Aus dem Innenministerium heißt es heute, dass es bei den Journalistenanfragen lediglich darum ging, Teilnehmer des Integrationsprojekts zu filmen. Das hat man Seitens des Innenministeriums abgelehnt.

Neue Vorwürfe lassen Druck auf Jäger wachsen

Bereits vor Wochen forderte die Opposition den Rücktritt von Jäger, da er die Öffentlichkeit aus ihrer Sicht zu zögerlich informierte. Auch heute heißt es wieder aus der CDU: „Frau Kraft müsse sich überlegen, ob sie weiter an Jäger festhalten will“, so die Sprecherin des Untersuchungsausschusses Silvesternacht 2015, Ina Scharrenbach.

Zuletzt aktualisiert am . | Beitrag erstellt von  | Bild-Quellen: SAT.1 NRW,

Jetzt Mitreden!

    Mit * gekennzeichnete Felder müssen ausgefüllt werden.

    *

    3 Kommentare anzeigen