Neue Hände für Abdul

Kleiner Junge aus Usbekistan hatte keine Finger mehr

Das Krankenhaus Seliger Gerhard in Bonn operiert den kleinen Jungen, der in seiner Heimat nicht behandelt werden konnte.

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Neue Hände für Abdul (Foto: SAT.1 NRW)

 Bild: SAT.1 NRW,

Seit einer Gas-Explosion sind Abduls Hände vollkommen verstümmelt. Auch die Haut des kleinen Jungen aus Usbekistan ist komplett vernarbt. Ein Zustand, dem er in seiner Heimat hilflos ausgeliefert war. Doch die Hilfsorganisation Friedensdorf setzt sich für verletzte und kranke Kinder aus Krisengebieten ein und holte den Neunjährigen nach Oberhausen. Nun wird er im Krankenhaus Seliger Gerhard in Bonn behandelt.

An seiner rechten Hand hat Abdul nur noch das untere Glied seines Daumens, seine bislang einzige Möglichkeit etwas zu greifen. Jetzt wurde ihm auch die linke Hand operiert. Aus dem Handklumpen hat Chirurg Dr. Martin Richter auch hier den Daumen herausgearbeitet, damit Abdul bald endlich wieder mit beiden Händen spielen und greifen kann. In weiteren Operationen plant er, auch die anderen Finger wieder voneinander zu trennen.

Auch das vernarbte Gesicht des Jungen haben die Ärzte behandelt. Die Narben waren so hart, dass Abdul nicht mal mehr lächeln konnte. Dieses Lächeln haben sie ihm nun wieder geschenkt, indem sie die vernarbte Haut um den Mund weicher machten.

Gerlin Zoder ist eine ehrenamtliche Mitarbeiterin der Hilfsorganisation Friedensdorf. Sie besucht Abdul täglich und freut sich über jeden Fortschritt: „Es berührt einen schon sehr, ich freu mich immer über jedes Lächeln.“

Die bisher über 10.000 Euro teure Behandlung macht das Malterser Krankenhaus Seliger Gerhard umsonst. Die Unterbringung im Oberhausener Friedensdorf wird komplett aus Spenden finanziert. Deshalb freut sich die Organisation über jeden Cent, der auf das folgende Konto überwiesen werden kann:

Friedensdorf International

Stadtsparkasse Oberhausen

IBAN: DE59365500000000102400

BIC: WELADED1OBH

Wenn Abdul alle Operationen hinter sich hat, wird er wieder zurück zu seiner Familie nach Usbekistan fahren, dann hoffentlich mit reichlich zurückgewonnener Lebensfreude im Gepäck.

Zuletzt aktualisiert am . | Beitrag erstellt von  | Bild-Quellen: SAT.1 NRW,

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