Nach Zika-Virus-Fall in Düsseldorf

Was Sie über das Zika-Virus wissen müssen

In Nordrhein-Westfalen ist ein weiterer Zika-Fall bestätigt. Der Patient hat sich wohl in Südamerika angesteckt. Wir haben die Fakten über das Virus.

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Nach Zika-Virus-Fall in Düsseldorf (Foto: Symbolbild)

Die Tigermücke überträgt das Zika-Virus auf Menschen.Bild: Symbolbild,

In Südamerika wird das Zika-Virus für die Fehlbildungen bei vielen neugeborenen Babys verantwortlich gemacht. Die Kinder haben zu kleine Köpfe (Mikrozephalie) und oft eine geistige Behinderung. Vor allem in Brasilien breitet sich der Erreger massiv aus. Die Weltgesundheitsorganisation hat den globalen Notstand ausgerufen.

Die Tigermücke überträgt die Krankheit

Die Tigermücke kommt vor allem in Afrika, Amerika, Asien und im pazifischen Raum vor. Sticht die Mücke einen Menschen, der mit dem Virus infiziert ist, trägt sie die Infektion beim nächsten Stich. Für die Mücke selbst ist das Virus nicht gefährlich. In den USA ist ein Fall nachgewiesen worden, in dem das Zika-Virus über Sex von Mensch zu Mensch übertragen wurde.

Symptome sind nicht eindeutig

Für gesunde Menschen ist das Zika-Virus in der Regel nicht gefährlich. Bei einer Infektion kommt es zu Fieber, Hautausschlägen, Muskel- und Gelenkschmerzen, in seltenen Fällen auch zu Kopfschmerzen, Übelkeit und Erbrechen. Normalerweise klingen die Symptome nach etwa einer Woche wieder ab. Nachgewiesen werden kann das Zika-Virus nur mit einem Bluttest. Ein Labor aus Duisburg hat einen Schnelltest entwickelt, um die Infektion besser nachzuweisen.

Für ungeborene Kinder gefährlich

Wegen der vielen Neugeborenen mit Mikrozephalie in Brasilien gehen Experten davon aus, dass es einen Zusammenhang mit dem Zika-Virus gibt. Wie genau der aussieht und wie das Virus die Fehlbildung verursachen könnte, müssen die Forscher noch herausfinden. Vor allem Kinder von Müttern, die sich im letzten Schwangerschaftsdrittel infiziert haben, scheinen besonders betroffen zu sein.

Wie man sich vor dem Zika-Virus schützen kann

Eine Impfung gegen das Virus gibt es noch nicht. Pharmaunternehmen versuchen hier einen Wirkstoff zu entwickeln. Daher ist der beste Schutz laut der Weltgesundheitsorganisation Mückenstiche zu vermeiden, zum Beispiel durch Moskitonetze und langer Kleidung. Auch Mückensprays können helfen, die Zahl der Tigermücken einzudämmen. Das Auswärtige Amt empfiehlt Schwangeren, nicht nach Südamerika zu reisen.

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