Merkel in Marxloh

Bundeskanzlerin besucht Problemviertel

Angela Merkel trifft rund 60 Duisburger zum Bürgerdialog. Die Auswertung des Gesprächs soll ein halbes Jahr dauern und einen Aktionsplan zur Folge haben.

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Merkel in Marxloh (Foto: Jörg Carstensen / dpa)

Bundeskanzlerin Angela Merkel (CDU) ist heute auf Besuch in Duisburg. Bild: Jörg Carstensen / dpa,

Merkels Bürgerdialog - gute Maßnahme oder sinnlose „Streicheleinheit“?

Merkel besucht Duisburgs „No-Go-Area“ Marxloh. Experten sollen bis Frühjahr 2016 Pläne für ein gutes Leben in Deutschland erarbeiten.

Bei einem Besuch im Duisburger Problemviertel Marxloh kommt Bundeskanzlerin Angela Merkel (CDU) heute mit mehreren Dutzend Bürgern ins Gespräch. Im Rahmen ihres Bürgerdialogs unter dem Titel „Gut leben in Deutschland“ tauscht sie sich bei einer Diskussion mit 50 bis 60 Vertretern der Stadt und Verbänden sowie mit Beteiligten einer Bürgerinitiative aus. Duisburg-Marxloh stand zuletzt wegen Straßenkriminalität und gewalttätigen Ausschreitungen gegen die Polizei im Fokus. Die Polizeigewerkschaft befürchtet das Entstehen einer „No-Go-Area“. Vor allem kriminelle Familienclans machen das Leben in Marxloh teilweise unerträglich. Angela Merkel hat sich mit den Problemen vor Ort bereits befasst. In einem Online-Interview sagte sie nun: „Wenn die Menschen den Eindruck haben, dass ihre Sicherheit nicht mehr gewährleistet ist, dann stimmt etwas nicht und dann kann man mit Sicherheit auch nicht gut leben in Deutschland.“ Deshalb besucht sie heute die Menschen vor Ort und will mit Ihnen über das Leben im Problemviertel reden. Aus den Ergebnissen des Bürgerdialogs soll dann eine Expertenkommission einen Aktionsplan erstellen. Dieser ist aber erst im Frühjahr nächsten Jahres zu erwarten. Viele Menschen wünschen sich jedoch ein schnelles Handeln, um das Leben in Marxloh wieder lebenswert zu machen. (dpa)

Zuletzt aktualisiert am . | Beitrag erstellt von  | Bild-Quellen: Jörg Carstensen / dpa,

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