Mehr Lohn für alle! Oder doch nicht?

Bis 2020 sollen die Einkommen steigen

Laut einer Studie der Bertelsmann-Stiftung sollen die Deutsche bald alle mehr verdienen. Trotzdem wird die Schere zwischen Arm und Reich immer größer.

 Wer mehr wissen will schaut 17:30 Uhr SAT.1 NRW.
Mehr Lohn für alle! Oder doch nicht? (Foto: SAT.1 NRW)

 Bild: SAT.1 NRW,

Ist dieser Trend aufzuhalten?

Eine Studie der Berteslmann-Stiftung zeigt: Bis 2020 geht die Armutsschere weiter auseinander. Reiche werden reicher, Arme werden ärmer.

Die Nachricht klingt erstmal gut: Laut Bertelsmann-Stiftung in Gütersloh steigen in den nächsten fünf Jahren die Löhne in Deutschland. Alle Menschen werden demnach mehr verdienen. Das Problem: Einige Branchen werden deutlich stärker zulegen als andere, die Schere zwischen Arm und Reich klafft immer weiter auseinander. Das durchschnittliche Jahreseinkommen soll laut Studie bis 2020 um 2200 Euro nach oben gehen. Die Zeit der Lohnzurückhaltung sei endgültig vorbei, so die Bertelsmann-Experten. Die Wachstumsgewinne würden wieder stärker an die Beschäftigten weitergegeben. Außerdem profitierten die Arbeitnehmer vom demographischen Wandel und dem Fachkräftemangel, der höhere Lohnabschlüsse begünstigt. Allerdings zeigt sich: während Beschäftigte in allen 21 untersuchten Wirtschaftszweigen bald deutlich mehr auf dem Konto haben, kriegen Angestellte in der Dienstleistungsbranche nur unterdurchschnittlich mehr Geld. Am Geringsten ist das Plus im Gesundheits- und Sozialwesen sowie im Bereich Nahrungsmittel, Getränke und Tabak. Hier soll es im Schnitt nur 1 Euro bis 1,10 Euro die Stunde mehr geben. Das heißt, die die eh schon viel auf dem Konto haben, bekommen zukünftig noch mehr. Während die Geringverdiener nur kleine Zuschüsse bekommen. Damit wird Reich immer reicher und Arm immer ärmer.

Zuletzt aktualisiert am . | Beitrag erstellt von  | Bild-Quellen: SAT.1 NRW,

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