Mehr Kinderarmut in NRW

Fast jedes vierte Kind in NRW gilt laut Studie als arm

Die Opposition will im NRW-Landtag über die wachsende Kinderarmut debattieren. NRW-Ministerpräsidentin hatte versprochen: „Kein Kind zurücklassen!“

 Mehr dazu heute um 17:30 in SAT.1 NRW!
Mehr Kinderarmut in NRW (Foto: SAT.1 NRW)

SymbolbildBild: SAT.1 NRW,

Ist Hannelore Kraft mit ihrer Politik "Wir lassen kein Kind zurück" gescheitert?

Fast jedes fünfte Kind gilt in NRW als arm. Dabei hatte Ministerpräsidentin Kraft versprochen: "Kein Kind zurücklassen!"

Der neueste Armutsbericht des Paritätischen Wohlfahrtverband ist ein Schlag ins Gesicht für das Ziel „Kein Kind zurücklassen“ von NRW-Ministerpräsidentin Hannelore Kraft. Bei ihrem Regierungsantritt hatte sie dieses Kernziel formuliert – die neuesten Zahlen zeigen allerdings, dass die Armut in NRW wächst – und mit ihr die Armut bei Kindern.

Ruhrgebiet besonders betroffen

Auch eine aktuelle Studie des Wirtschafts- und Sozialwissenschaftlichen Instituts der Hans-Böckler-Stiftung stellt dieses Ziel der NRW-Landesregierung infrage. Die Lebensbedingungen der Kinder bei uns haben sich deutlich verschlechtert statt verbessert. Besonders düster sieht es im Regierungsbezirk Düsseldorf aus: 25,1 Prozent der Kinder sind arm oder von Armut bedroht. Auch die Bezirke Arnsberg (24,9 Prozent), Münster (23,6 Prozent), Köln (21,9 Prozent) und Detmold (21,1 Prozent) liegen weit über dem Bundesdurchschnitt von 19 Prozent Kinderarmutsquote, in den westlichen Bundesländern liegt sie sogar noch niedriger (17,8 Prozent).

Schlechtere Bildungschancen wegen Armut

Die Folgen für die Kinder sind gravierend: Armut bringt Kinder um gleiche Bildungschancen. Häufige Ursache für Kinderarmut ist, dass die Eltern arbeitslos sind. Sinken die Arbeitslosenzahlen in einer Region, geht auch häufig die Kinderarmut zurück.

Zuletzt aktualisiert am . | Beitrag erstellt von  | Bild-Quellen: SAT.1 NRW,

Jetzt Mitreden!

    Mit * gekennzeichnete Felder müssen ausgefüllt werden.

    *