Marsberg unter Schock!

Schützenunfall: Polizei sucht weiter nach der Ursache

Nach dem tragischen Unfall beim Schützenfest in Marsberg dauern die Ermittlungen an. Beim Anböllern war der Schützenkönig tödlich verletzt worden.

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Marsberg unter Schock! (Foto: SAT.1 NRW)

Tötlich verunglückt: Schützenkönig Andre B.Bild: SAT.1 NRW,

Nach dem Tod eines Schützenkönigs im Sauerland bei Böllerschüssen setzt die Polizei ihre Ermittlungen zur Unfallursache fort. Am Samstag war in Marsberg der 30 Jahre alte Mann zum Auftakt des Schützenfestes bei Salutschüssen vom einem Kanonenteil getroffen worden. Nach Polizeiangaben hatten sich durch den Druck Metallteile von zwei Kanonen gelöst und waren weggeschleudert worden. Der amtierende Schützenkönig, der in einer kleineren Gruppe zusammenstand, wurde tödlich verletzt. Er starb im Krankenhaus. Die Polizei ermittelt wegen des Verdachts der fahrlässigen Tötung.
Der Bund der Historischen Deutschen Schützenbruderschaften (BHDS) hatte von einem tragischen Einzelfall gesprochen. Es sei lange her, dass mal ein Kanonenrohr geborsten sei. Grundsätzlich bestehe die Gefahr der Materialermüdung. Die könne man von außen nur schwer erkennen. Solche Geräte müssten in Nordrhein-Westfalen alle fünf Jahre gewartet werden.
Die Polizei wollte Zeugen des Unfalls vernehmen, sobald die geschockten Menschen bereit dazu sind. Viele Menschen waren am Sonntag zum Gedenkgottesdienst in die Kirche gekommen, darunter auch Leute aus den Nachbarorten und befreundete Schützen. Ursprünglich hätte zu der Zeit eine feierliche Schützenmesse stattfinden sollen. (dpa)

Zuletzt aktualisiert am . | Beitrag erstellt von  | Bild-Quellen: SAT.1 NRW,

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