Loveparade-Gutachten überarbeitet

Forscher liefert wichtige Antworten nach

Britischer Panikforscher musste noch 70 Fragen klären. Die Anklage beruft sich auch auf die Erkenntnisse des Experten.

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Loveparade-Gutachten überarbeitet (Foto: Roland Weihrauch / dpa)

Bei der Loveparade 2010 starben 21 Menschen und 500 wurden verletzt. Bild: Roland Weihrauch / dpa,

Beim Duisburger Landgericht ist ein nachgebessertes Gutachten zum Loveparade-Unglück eingegangen. «Die Antworten liegen dem Gericht vor», bestätigte ein Gerichtssprecher am Montag kurz vor Fristende der Deutschen Presse-Agentur. Zuvor hatte die «Bild»-Zeitung darüber berichtet.

Dem Gericht hatte das Gutachten des Panikforschers Keith Still im Februar nicht ausgereicht. Der Brite musste deshalb bis Ende Juni Antworten auf mehr als 70 Fragen nachliefern, um zu erklären, wie es zur Massenpanik bei der Duisburger Loveparade am 24. Juli 2010 gekommen war. Die Anklageschrift zu dem Unglück mit 21 Toten und mehr als 500 Verletzten beruft sich auch auf die Erkenntnisse des Experten
für Bewegungen von Menschenmassen.

Das Gericht habe nun ein Übersetzungsbüro damit beauftragt, Stills Antworten ins Deutsche zu übertragen, sagte der Sprecher weiter. Sobald die Übersetzung vorliege, werde sie an alle Beteiligten verschickt. Einen näheren Zeitraum nannte das Gericht nicht.

Das Landgericht prüft seit Februar 2014 die Zulassung der Anklage wegen fahrlässiger Tötung und fahrlässiger Körperverletzung gegen eine ganze Reihe von Beschuldigten. Noch ist offen, ob es einen Strafprozess geben wird.

Eine erste juristische Aufarbeitung der Ereignisse vom 24. Juli 2010 beginnt im September mit den ersten fünf Schadenersatzprozessen. Insgesamt stehen 19 Zivilverfahren an. (dpa)

Zuletzt aktualisiert am . | Beitrag erstellt von  | Bild-Quellen: Roland Weihrauch / dpa,

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