Kükenschreddern bleibt weiterhin erlaubt

Der Bundestag hat gegen ein Verbot gestimmt

Männliche Küken dürfen weiterhin nach der Geburt geschreddert werden. Die große Koalition im Bundestag bleibt bei der bestehenden Regelung.

 Weitere Informationen heute um 17:30 in SAT.1 NRW.
Kükenschreddern bleibt weiterhin erlaubt (Foto: PETA)

 Bild: PETA,

Die Grünen im Bundestag haben versucht, die Praxis des Kükenschredderns zu verbieten. Gestern sind sie mit ihrem Antrag gescheitert. Die Koalition aus SPD und CDU haben sich dagegen entschieden, dem Verbot zuzustimmen.

Die Befürchtung der Koalition ist, dass mit einem ruckartigen Verbot sich die Tierproduktion ins Ausland verlagern würde. Lieber wollen sie gemeinsam mit den Tierhaltern Möglichkeiten überlegen, die Massentötung langsam auslaufen zu lassen. Eine Möglichkeit wäre die Entwicklung eines wissenschaftlichen Verfahrens, mit dem das Geschlecht des Kükens bereits im Ei festgestellt werden kann. So müssten die Eier nicht erst ausgebrütet werden und die männlichen Küken dann geschreddert werden. Die Firma Bayer aus Leverkusen hat ein entsprechendes Verfahren entwickelt. Laut des Unternehmensr könnte die Kükentötung im nächsten Jahr damit vorbei sein.

2015 wurden 48 Millionen Küken direkt nach dem Schreddern getötet. Nur weil sie keine Eier legen und nicht genug Fleisch ansetzen. Und die Zahlen nehmen zu. 2014 waren es 3,3 Millionen Küken weniger. Auch in NRW werden Küken geschreddert. Unter anderem in einer Brüterei in Senden.

NRW-Umweltminister Johannes Remmel hat sich zu der Entscheidung des Bundestag bereits bei Twitter geäußert. Er stellt klar: NRW wird weiter dafür kämpfen, dass das Kükenschreddern verboten wird.

Zuletzt aktualisiert am . | Beitrag erstellt von  | Bild-Quellen: PETA,

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