Kriminelle hacken Router

Kundin soll 470 Euro für Auslandsgespräche zahlen

Unbekannte haben den „Router“ einer Kundin geknackt und heimlich ins Ausland telefoniert. Der zuständige Telefonanbieter will die Kosten trotzdem eintreiben.

 Gibt´s nicht? Doch! Mehr dazu um 17:30 Uhr in SAT.1 NRW.
Kriminelle hacken Router (Foto: SAT.1 NRW)

 Bild: SAT.1 NRW,

Laut Ermittlungen der Polizei haben offenbar Hacker aus dem Ausland heraus den Router von Maren Stebel aus Dortmund geknackt. Ein Router ist das Gerät, dass zwischen das Telefon und den Telefonanschluss geschaltet wird, damit man zum Beispiel auch gleichzeitig das Internet betreiben kann. Auf der Telefonrechnung der Kundin sind Telefonanrufe nach Guinea aufgetaucht – 470 Euro soll sie dafür bezahlen. Der Telefonanbieter Dokom21 beharrt auf die Summe und beruft sich auf die Eigenverantwortung der Kundin.
Allerdings gibt es auch eine Telekommunikations-Kundenschutzverordnung und die sagt, Telefonanbieter dürfen keine Kosten einfordern die durch Manipulationen Dritter an öffentlichen Telekommunikationsnetzen entstanden sind.
Noch ungeklärt ist allerdings auch die Frage, wie die Hacker überhaupt Zugrifft auf die Router der Dokom bekommen konnten – es ist schon der zweite Fall dieser Art. Im Juli passierte einer anderen Kundin etwas ähnliches – sie sollte sogar 1025 Euro bezahlen.
Auch bei anderen Anbietern könnten ähnliche Sicherheitsprobleme auftauchen – wenn sie einen Router des Hersteller Netgear besitzen. Sicherheitsforscher haben ein Problem entdeckt, dass es bei bestimmten Geräten möglich macht, ohne Zugangsdaten in das System hineinzukommen. Wie viele Geräte betroffen sind, ist derzeit unklar. Bisher ist aber noch kein Fall bekannt, in dem Unbekannte diese Schwachstelle ausgenutzt haben.

Zuletzt aktualisiert am . | Beitrag erstellt von  | Bild-Quellen: SAT.1 NRW,

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