Kindes-Entführer soll Unterhalt bekommen

Seit 3 Jahren ist Sohn in Kirgisistan

Sie hat das Sorgerecht – doch ihren Sohn hat sie nicht: Hanna K. versucht seit drei Jahren, ihren Sohn aus Kirgisistan zurückzuholen. Ihr Ex-Freund entführte das Kind dorthin. Jetzt soll er auch noch Unterhalt bekommen.

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Kindes-Entführer soll Unterhalt bekommen (Foto: SAT.1 NRW)

 Bild: SAT.1 NRW,

Alexander lebt seit drei Jahren bei seinem Vater in Kirgisistan. Doch eigentlich sollte er bei seiner Mutter Hanna K. in Dortmund sein. Sie hat das alleinige Sorgerecht für den Achtjährigen. Andrej B. behauptete, er wolle mit seinem Sohn bloß Urlaub in Frankreich machen, doch er kam nie wieder.

Die Staatsanwaltschaft fahndet mit internationalem Haftbefehl nach Andrej B., doch es scheitert an den kirgisischen Behörden: Die sehen das Sorgerecht bei Vater Andrej und verweigern die Kooperation.

Mutter soll Unterhalt für entführtes Kind zahlen

Jetzt machen aber auch die deutschen Behörden Hanna das Leben schwer. Vom Bundesamt für Justiz bekam sie nun eine Zahlungsaufforderung: Sie müsse für Alexander monatlich 376 Euro Unterhalt zahlen! Der Grund: Zahlt die Mutter nicht, würde das Kind bestraft, das nichts für die Handlung seines Vaters kann.

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Dieser Beitrag ist in der Sendung vom 22.08.2016 erschienen. Das zugehörige Video ist am Tag der Sendung ab ca. 19:00 verfügbar.

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