Kinderarmut in NRW wächst

Ist das Projekt „Kein Kind zurücklassen!“ gescheitert?

Es sollte das Vorzeigeprojekt der NRW Landesregierung sein und Kinderarmut vorbeugen. Wissenschaftler sehen das Projekt allerdings als gescheitert an.

 Weitere Informationen heute um 17:30 in SAT.1 NRW.
Kinderarmut in NRW wächst (Foto: SAT.1 NRW)

 Bild: SAT.1 NRW,

Findet ihr auch, dass „arm“ und „reich“ eine Rolle bei der Bildung spielt?

"Kein Kind zurücklassen" ist das Vorzeigeprojekt unserer Landesregierung. Trotzdem, die Kinderarmut und die Schere Arm/Reich wachsen weiter.

Elf Kommunen aus NRW sind am Projekt „Kein Kind zurücklassen! Kommunen in NRW beugen vor“ beteiligt. Seit drei Jahren sollen mit präventiven Maßnahmen Behörden bei der Bekämpfung von Kinderarmut zusammenarbeiten und diese vermindern. Doch die Kinderarmut in NRW steigt weiter – Wissenschaftler sehen deshalb keinen Erfolg des Projekts. Heute wird NRW Ministerpräsidentin Hannelore Kraft (SPD) zusammen mit Vertretern der Bertelsmann-Stiftung, die das Projekt begleitet, bewerten.

Das Projekt

In die Zukunft sozial schwacher Kinder sollte jetzt schon investiert werden, um spätere Folgekosten zu verhindern. Diese würden ohne Unterstützung später vor allem durch mangelnde Bildung Minderbemittelter und durch die eventuell folgende Arbeitslosigkeit drohen.

Laut Rheinischer Post soll die unveröffentlichte Bertelsmann-Studie, die das Projekt über die letzten drei Jahre genauestens verfolgt, zeigen, dass die präventiven Maßnahmen nicht wirklich greifen würden. Ein Großes Problem des Projekts sei, dass die Kommunen ihre Arbeit gegen Kinderarmut zu wenig mit der von bereits bestehenden Projekten und Förderprogrammen verbinden würden. Außerdem werde zu wenig an weiterführenden Schulen getan.

Kinderarmut in NRW wächst

In NRW leben 27,7 Prozent der in Armut lebenden Kinder Deutschlands( Stand 2014). Viel, im Vergleich zu den anderen Bundesländern. Aber auch nur auf NRW bezogen steigt die Kinderarmut jedes Jahr an. So leben 2014 23,6 Prozent der Kinder unter 18 aus NRW in Kinderarmut.

Ob NRW Ministerpräsidentin Hannelore Kraft angesichts dieser Zahlen Probleme des Projekts und auch unseres Landes einsehen wird, bleibt abzuwarten.

Zuletzt aktualisiert am . | Beitrag erstellt von  | Bild-Quellen: SAT.1 NRW,

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