Keine Toleranz für Müllsünder

Müll auf die Straße werfen wird in Duisburg sehr teuer

Bananenschale: 150 Euro. Zigarettenschachtel: 150 Euro. Plastikflasche: 300 Euro. Im Kampf gegen Müll auf den Straßen zieht Duisburg die Strafen kräftig an.

 Gibt´s nicht? Doch! Mehr dazu um 17:30 Uhr in SAT.1 NRW.
Keine Toleranz für Müllsünder (Foto: Sat.1 NRW)

Duisburg sagt Müllsündern den Kampf an.Bild: Sat.1 NRW,

Sind die hohen Strafen für Müllsünder gut so?

Duisburg fährt eine Null-Toleranz-Strategie gegen Müllsünder und zieht die Strafen kräftig an.

Duisburg bekommt die Müllproblematik nur schwer in den Griff. Die Stadtverwaltung hat jetzt allerdings genug von dem wilden Müll und versucht die Täter mit höheren Strafen abzuschrecken: Wer in Duisburg künftig dabei erwischt wird, wie er achtlos Müll auf die Straße wirft oder Müll illegal entsorgt, dem drohen hohe Bußgelder.

Strafen werden fast verdreifacht

Eine Bananenschale oder Zigarettenschachtel einfach auf die Straße zu werfen, kostet dann bis zu 150 Euro. Gegenstände „von gewisser Bedeutung“ – darunter versteht die Stadt Duisburg zum Beispiel Plastikflaschen, Taschen oder Zeitungen – sollen sogar bis zu 300 Euro Strafe kosten, wenn sie nicht in einen Mülleimer geworfen werden. Wer Flüssigkeiten ausschüttet, kann bei bis zu einem halben Liter mit 150 Euro belangt werden; bei der doppelten Menge wird’s auch doppelt so teuer. Die Strafen haben sich in dem überarbeiteten Bußgeldkatalog Abfall fast verdreifacht. Die höchsten Strafen müssen diejenigen befürchten, deren Menge an illegal entsorgtem Müll einen Kubikmeter übersteigt – nämlich bis zu 1500 Euro.

Mit Mülldetektiven den Tätern auf der Spur

Doch die Täter müssen natürlich erst einmal erwischt werden. Doch hier macht sich Oberbürgermeister Sören Link (SPD) keine Sorgen. Bei den Wirtschaftsbetrieben gebe es Mülldetektive, die schon vielen Müllsündern auf die Spur gekommen sind. Zusätzliches eingestelltes Personal soll außerdem helfen.

Vorsicht bei Sperrmüll und Altpapier

In Duisburg sollten sich die Bürger jetzt allerdings genau informieren, was sie mülltechnisch dürfen und was nicht. Der Bußgeldkatalog greift nämlich auch dann, wenn die Taten fahrlässig und aus Nichtwissen begangen werden. Etwa bei Sperrmüll: Der darf erst am vereinbarten Tag der Abholung an den Straßenrand gestellt werden und nicht schon am Abend vorher. Wer hierbei erwischt wird, zahlt zwischen 100 und 200 Euro. Sogar Altpapierbündel, die zu früh an die Straße gelegt werden, kosten Strafe: bis zu 100 Euro.

Müllproblematik in vielen NRW-Kommunen

Viele Städte in Nordrhein-Westfalen kämpfen gegen achtlos weggeworfenen Müll auf den Straßen und illegale Müllkippen. In Köln, Hagen und Dortmund sind – wie auch in Duisburg – Mülldetektive unterwegs, die den Verursachern auf die Spur kommen sollen. Einige Städte wie Düsseldorf, Wülfrath und Ratingen rufen ihre Bürger dazu auf, beim sogenannten „Dreck-Weg-Tag“ selbst anzupacken und ihre Stadt etwas sauberer zu machen.

Zuletzt aktualisiert am . | Beitrag erstellt von  | Bild-Quellen: Sat.1 NRW,

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