Kein Untersuchungsausschuss zur Loveparade

Landtag wird sich wohl nicht mit Aufklärung beschäftigen

Nach dem vorerst geplatzten Prozess zur Loveparade-Katastrophe können die Angehörigen nicht auf eine Aufklärung durch die Politik hoffen.

 Weitere Informationen heute um 17:30 in SAT.1 NRW.
Kein Untersuchungsausschuss zur Loveparade (Foto: SAT.1 NRW)

 Bild: SAT.1 NRW,

Die Anwälte, die zahlreiche Angehörige der Loveparade-Opfer vertreten fordern die Politik zum handeln auf. Gerhart Baum richtete sich dabei vor allem an Ministerpräsidentin Hannelore Kraft und äußerte sich dem WDR gegenüber folgendermaßen: „Mit dem Landtag könne Kraft eine Untersuchung beginnen, die sich jenseits einer individuellen strafrechtlichen Schuld mit den Organisationsmängeln befasse.“

Kraft hatte am Dienstag in einer bewegenden Rede ihr Unverständnis gegenüber der Entscheidung des Duisburger Landgerichts deutlich gemacht. Doch einem Untersuchungsausschuss im Landtag steht sie eher skeptisch gegenüber. Grund: In knapp einem Jahr sind Landtagswahlen. Ein Untersuchungsausschuss würde dann wieder neu besetzt werden oder mit seiner Aufklärung fertig sein. Diese Einschätzung von Hannelore Kraft teilen auch andere Parteien im Landtag. Auch CDU und Grüne sehen einen Untersuchungsausschuss zeitlich als schwierig an.

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