Kein Haftbefehl nach Anschlag in Altena!

Heftige Kritik an Entscheidung der Staatsanwaltschaft

Nachdem zwei Männer Feuer in einem Flüchtlingsheim gelegt haben, sind sie weiter auf freiem Fuß. Jetzt beschäftigt der Fall die Bundespolitik.

 Ein echter Aufreger! Mehr dazu: 17:30 SAT.1 NRW.
Kein Haftbefehl nach Anschlag in Altena! (Foto: Polizei Hagen)

 Bild: Polizei Hagen,

Legitimiert die Staatsanwaltschaft solche Anschläge mit dieser Aussage?

Ein Mann legt bewusst Feuer in einem Flüchtlingsheim. Die Staatsanwaltschaft sieht aber keinen rechtsradikalen Hintergrund, sondern Angst.

Nach der Brandstiftung in einem Flüchtlingsheim im sauerländischen Altena wehrt sich die Staatsanwaltschaft gegen Kritik der Grünen. Es habe trotz der schweren Brandstiftung keine ausreichenden Haftgründe gegen die beiden mutmaßlichen Täter gegeben, sagte Staatsanwalt Bernd Maas gestern. Es bestehe keine Flucht-, Verdunkelungs- oder Wiederholungsgefahr. Zudem werde nicht wegen versuchten Mordes ermittelt, weil der Feuerwehrmann (25) den Brand auf dem unbewohnten Dachboden und nicht im Erdgeschoss gelegt habe, während sein Komplize (23) Schmiere stand.
Die Männer seien zudem nicht rechtsradikal, sondern sie hätten Angst vor Flüchtlingen in der Nachbarschaft gehabt. «Eine rechtsradikale Einstellung besteht aus mehr als Fremdenhass», sagte Maas. Der Grünen-Bundestagsabgeordnete Omid Nouripour hatte zuvor empört auf die Entscheidung reagiert: «Wenn die Staatsanwaltschaft solche Taten verharmlost, dann findet sich bald für jede Schandtat irgendwie eine «Erklärung»», so der Politiker. Auch der Fraktionsvorsitzende der Grünen im Bundestag, Anton Hofreiter, zeigte sich empört über die Entwicklungen in Altena. Die beiden Männer hatten zugegeben, am Samstag vergangener Woche einen Anschlag auf das Wohnhaus verübt zu haben. Es war niemand verletzt worden. (dpa)

Zuletzt aktualisiert am . | Beitrag erstellt von  | Bild-Quellen: Polizei Hagen,

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