Kein Fracking an der NRW-Grenze

Niederlande setzen Bohrungen vorerst aus

Weil es noch viele Unklarheiten bei der Schiefergasbohrung gibt, will Holland das Fracking erst einmal stoppen. Ministerpräsidentin Kraft begrüßt die Entscheidung.

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Kein Fracking an der NRW-Grenze (Foto: Holger Hollemann / dpa)

Die Tektomechanik ermöglicht Gasförderung ohne Fracking. Bild: Holger Hollemann / dpa,

Die Niederlande haben ein fünfjähriges Moratorium für das kommerzielle Fracking verhängt. Damit sind auch die umstrittenen Überlegungen zur Förderung von Schiefergas in der deutsch-niederländischen Grenzregion erst einmal gestoppt. NRW-Ministerpräsidentin Hannelore Kraft (SPD) zeigte sich erfreut. Beim Fracking wird mit hohem Druck ein Cocktail aus Wasser, Sand und Chemikalien in sehr tief liegende Gesteinsschichten gepresst, um sie aufzusprengen und so an Gas zu kommen. Kritiker sehen darin unkalkulierbare Risiken für die Umwelt und das Trinkwasser.

Die Niederlande hätten beschlossen, die drei bereits vergebenen Genehmigungen für Forschungen durch Unternehmen nicht zu verlängern, teilte Wirtschaftsminister Henk Kamp in Den Haag mit. Eine endgültige Entscheidung über die Nutzung des Schiefergases und über weitere Probebohrungen solle zum Jahresende fallen. «Aus Forschungen wird deutlich, dass es noch viele Unklarheiten über die Effekte des Bohrens nach Schiefergas in tiefen Schichten in den Niederlanden gibt», teilte das Ministerium mit.

Ministerpräsidentin Kraft begrüßte die Entscheidung. «Für mich ist völlig klar, dass Fracking mit gravierenden Folgen in unseren dicht besiedelten Regionen nicht verantwortbar wäre», sagte sie. «Solange ich in Nordrhein-Westfalen Ministerpräsidentin bin, wird es auch hier kein Fracking für die unkonventionelle Erdgasförderung geben.» (dpa)

Zuletzt aktualisiert am . | Beitrag erstellt von  | Bild-Quellen: Holger Hollemann / dpa,

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