Jedem Zweiten droht die Altersarmut

Lebenslanges Arbeiten heißt nicht sorgenfrei altern

Nach neusten Berechnungen können immer weniger Menschen mit einer guten Rente rechnen. 2030 könnten circa 50 % der Rentner von Altersarmut bedroht sein.

 Ein echter Aufreger! Mehr dazu: 17:30 SAT.1 NRW.
Jedem Zweiten droht die Altersarmut (Foto: SAT.1 NRW)

 Bild: SAT.1 NRW,

Glaubt Ihr, dass Ihr noch eine vernünftige Rente bekommt?

Nach aktuellen Berechnungen werden im Jahr 2030 fast 50 Prozent der Rentner von Altersarmut betroffen sein.

Niedrige Löhne, Teilzeitarbeit oder Mini-Jobs. Die Ursache für die erschreckenden Zahlen, die heute nach WDR-Recherchen bekannt wurden, sind vielfältig. Demnach müsste man vier Jahrzehnte lang mindestens 2097 Euro im Monat verdienen, um im Jahr 2030 eine Rente über der Armutsgrenze zu erhalten. Demnach würden dann  die Hälfte der Rentner von Altersarmut bedroht sein.

Experten warnen vor Panikmache

Die aktuellen Berichte zur Altersarmut kritisiert heute das Institut der Deutschen Wirtschaft in Köln. In einer heute vorgestellten Gegenrechnung zeigt man:

Um die Grundsicherung im Alter für einen alleinlebenden Senior zu übertreffen, ist eine gesetzliche Rente von rund 840 Euro pro Monat nötig – so die Ausgangssituation der WDR-Berechnung. Aber bereits heute liegen knapp 65 Prozent der Renten (Stand 2014) bei 900 Euro pro Monat oder darunter, 51 Prozent sogar unterhalb von 750 Euro pro Monat. Dennoch sind nur 3 Prozent der Rentner-Haushalte, bei denen der Haupteinkommensbezieher über 64 Jahre alt ist, auf die Grundsicherung im Alter angewiesen.

Sozialverbände fordern höheren Mindestlohn

Kritik an der Politik hagelt es heute unter anderem von Ulrike Mascher. Die Präsidentin des Sozialverbandes VdK fordert heute eine Erhöhung des Mindestlohns. Nur so können Arbeitnehmer eine angemessene Alterssicherung aufbauen.

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