Jahrhundertprojekt oder Millionengrab?

Wehrhahn-Linie in Düsseldorf startet am Wochenende

200 Millionen Euro mehr hat die Wehrhahn-Linie mehr gekostet als ursprünglich veranschlagt. Die neue U-Bahnstrecke stößt auf Begeisterung, aber auch Kritik.

 Wer mehr wissen will schaut 17:30 Uhr SAT.1 NRW.
Jahrhundertprojekt oder Millionengrab? (Foto: SAT.1 NRW)

Die neuen U-Bahnstationen der Wehrhahn-Linie sollen Sonntag früh in Betrieb gehen.Bild: SAT.1 NRW,

„Wahrer Motor für den ÖPNV“

„Kühn, Visionär und nachhaltig“ – mit diesen Worten beschreibt die CDU-Fraktion die Wehrhahn-Linie. Sie hatte die Strecke bereits 1999 zusammen mit der FDP auf den Weg gebracht. Die neue Strecke soll das Bus- und Straßenbahnnetz in Düsseldorf besser vernetzen und das U-Bahnnetz schneller machen. Innerstädtisch dauert eine Fahrt zwischen den S-Bahnhöfen Bilk und Am Wehrhahn nur noch neun Minuten. Auch die weiter außenliegenden Bezirke wie Benrath und Gerresheim sollen von den sechs neuen U-Bahnstationen profitieren.

Bessere Anbindung, mehr Sicherheit in der Innenstadt

Die neuen U-Bahnlinien sollen aber nicht nur für eine bessere Anbindung der Außenbezirke sorgen, sondern auch die Sicherheit an der Oberfläche in der Innenstadt erhöhen. Bisher fahren einige Straßenbahnlinien teilweise mitten durch die Düsseldorfer Altstadt. Die neuen U-Bahnen sollen diese nun ersetzen.

Wehrhahn-Linie fast 200 Millionen Euro teurer

Aber für die Wehrhahn-Linie gibt es nicht nur Beifall: Der Bund der Steuerzahler hatte die U-Bahnstrecke in die Negativschlagzeilen gebracht, denn die Kosten für sie waren zum Schluss deutlich teurer als ursprünglich gedacht. Statt 650 Millionen Euro erhöhten sich die Baukosten auf über 840 Millionen Euro. Die Kritik weist der Vize-Fraktionschef Andreas Hartnigk aber zurück. „Was hier in acht Jahren seit dem ersten Spatenstich geschafft wurde, verdient Riesenrespekt für jeden Planungsschritt und jeden Handschlag. Herausgekommen ist ein Meisterwerk, das Technik mit Kunst verbindet. Die sechs neuen U-Bahnhöfe sind in ihrer Gestaltung eine Visitenkarte für Düsseldorf als Kulturmetropole.“ Finanziert worden sei sie laut Hartnigk mit großzügigen Förderzuschüssen von Bund und dem Land NRW, sowie aus dem laufenden Haushalt der Stadt, ohne neue Schulden aufzunehmen.

Zuletzt aktualisiert am . | Beitrag erstellt von  | Bild-Quellen: SAT.1 NRW,

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