Ist die SPD noch zu retten?

„Volkspartei“ findet das Volk nicht mehr

Nach einer aktuellen Umfrage rutscht die SPD erstmals unter 20 Prozent und erreicht damit ein neues Rekordtief. Parteichef Gabriel unter Druck.

 Weitere Informationen heute um 17:30 in SAT.1 NRW.
Ist die SPD noch zu retten? (Foto: SAT.1 NRW)

SPD-Parteichef Sigmar GabrielBild: SAT.1 NRW,

Fast wöchentlich kommen neue Umfragen um die Ecke, die zeigen, wie wenig Wähler die SPD momentan für sich begeistern kann. Hieß es vor rund einer Woche noch, dass die SPD seit Gerhard Schröder rund 10 Millionen Wähler verloren hat, zeigt eine neue Umfrage des Meinungsforschungsinstituts Insa ein anderes, ebenfalls erschreckendes Ergebnis. Demnach würden nur noch 19,5 Prozent der Wähler ihr Kreuz bei den Sozialdemokraten machen, wenn am Sonntag Wahl wäre.

AfD rückt der SPD bedrohlich nah

Die Flüchtlingskrise hat die Parteienlandschaft in Deutschland nachhaltig erschüttert. Die Alternative für Deutschland kommt in den neusten Umfragewerten auf 12,5 Prozent. CDU und CSU können gemeinsam weiterhin ganz klar die meisten Stimmen für sich gewinnen – mit 31,5 Prozent. Am meisten zulegen konnten zuletzt die Grünen. Sie gewannen im Vergleich zur Vorwoche ein Prozent dazu und landeten bei 13,5 Prozent. Auch die Linke (9,5 Prozent) und die FDP (7,5 Prozent) würden den Einzug in den Bundestag schaffen.

Keine Rückendeckung mehr für Gabriel

Mit der bröckelnden Zustimmung der Wähler leidet auch die Zustimmung für Parteichef Sigmar Gabriel innerhalb der SPD. So erhöht die Juso-Chefin Christine Ueckermann mittlerweile den Druck auf Gabriel und fordert die Parteispitze auf, eine schonungslose Analyse zu ziehen. Auch die NRW-Jusos üben Kritik an ihrem Parteivorsitzenden. Eine Umfrage aus dem März unter SPD-Mitglieder zeigt zudem ein klares Bild: Nur 36 Prozent wollten Gabriel als Kanzler – 38 Prozent der Sozialdemokraten waren für Angela Merkel.

Zuletzt aktualisiert am . | Beitrag erstellt von  | Bild-Quellen: SAT.1 NRW,

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