Im Koma zur Oberbürgermeisterin

Nach Attentat gewinnt Reker Wahl zur Oberbürgermeisterin

Henriette Reker wird Kölner Oberbürgermeisterin – doch sie liegt nach Messerattacke weiter im Koma

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Im Koma zur Oberbürgermeisterin (Foto: Marius Becker / dpa)

Henriette Reker liegt nach Messerattacke im künstlichen Koma. Bild: Marius Becker / dpa,

Bei der Oberbürgermeisterwahl in Köln wurde am Samstagmorgen Henriette Reker an einem Wahlkampfstand von einem 44-jährigen Mann niedergestochen und dabei schwer verletzt. Seitdem liegt die 58-jährige Politikerin, die die Wahl zur Oberbürgermeisterin mit absoluter Mehrheit gewann (52,7 Prozent) und damit als erste Frau Oberbürgermeisterin von Köln wird, im künstlichen Koma. Der Angreifer sitzt wegen versuchten Mordes in Untersuchungshaft. Er hatte laut Polizei fremdenfeindliche Motive als Auslöser für seine Tat genannt. Nach Einschätzung des nordrhein-westfälischen Verfassungsschutzes ist der Attentäter eine Randperson im rechtsextremen Lager. Es habe Hinweise gegeben, dass er sich der rechtsextremen Szene, insbesondere der inzwischen verbotenen FAP anschließen wollte.

Fünf Politiker werden Henriette Reker bis zu ihrer Genesung vertreten. Sie wird momentan im Uniklinikum medizinisch versorgt. Am Sonntagabend wurde von Ärzten die Aufwachphase aus dem künstlichen Koma eingeleitet. Die Verwaltungsführung übernehme als allgemeiner OB-Vertreter Stadtdirektor Guido Kahlen, der damit für „alles, was eine juristische Unterschrift braucht“ zuständig sei, sagte eine Stadt-Sprecherin am Montag auf Anfrage der Deutschen Presse-Agentur. Die vier Bürgermeister der Stadt Köln – Elfi Scho-Antwerpes (SPD), Hans-Werner Bartsch (CDU) Andreas Wolter (Grüne) und Ralf Heinen (SPD) – wechseln sich bei Repräsentationsaufgaben und dem Ratsvorsitz ab.

Burkhard Freier, der Chef des NRW-Verfassungsschutzes, sagte am Montag im WDR-Hörfunk, dass davon ausgegangen wird, dass rechtsextremistische Parteien und Organisationen Hetze gegen Flüchtlinge im Internet bewusst schüren. (dpa)

Zuletzt aktualisiert am . | Beitrag erstellt von  | Bild-Quellen: Marius Becker / dpa,

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