Streit um Segnung für Homosexuelle

Homosexualität sei "kein unveränderliches Schicksal"

In der Lippischen Landeskirche in Kalletal gibt es Diskussionen zum Segen für Homosexuelle. In welchem Jahrhundert leben wir?

 Ein echter Aufreger! Mehr dazu: 17:30 SAT.1 NRW.
Streit um Segnung für Homosexuelle (Foto: Marcus Brandt / dpa)

In Kalletal gibt es Streit um die Segnung für Homosexuelle. Bild: Marcus Brandt / dpa,

Homosexualität entspreche „nicht dem Willen Gottes“, sie gebe jungen Leuten „eine falsche Orientierung“ und sei auch „kein unveränderliches Schicksal“. Und: Bestehe denn nicht die Gefahr, dass in Zukunft auch „Pädophilie, Polygamie und Sodomie als normal anerkannt“ würden, fragt der Kirchenvorstand der lippischen Landeskirche in Kalletal und sorgt mit diesen Aussagen für Wirbel.

Erst vor ein paar Tagen beschloss die lippische Landessynode homosexuelle Paare künftig in einem öffentlichen Gottesdienst segnen zu lassen. In diesem Beschluss heißt es wörtlich: „Menschen, die in einer eingetragenen Lebenspartnerschaft leben, können in einem öffentlichen Gottesdienst den Segen Gottes empfangen“. Dabei muss aber mindestens einer der beiden Lebenspartner evangelisch sein.

Sollte sich jedoch ein Pfarrer oder eine Pfarrerin oder der Kirchenvorstand einer Gemeinde sich gegen solche Segnungen in der Gemeinde entscheiden, sorgt der zuständige Superintendent des Kirchenkreises dafür, dass die Segnung durch einen anderen Pfarrer erfolgt. Die lippische Landeskirche distanziert sich allerdings in aller Form von dieser Sicht auf gleichgeschlechtliche Partnerschaften. Es würde allerdings respektiert, wenn Gemeinden oder Pfarrer diese Segnung nicht vornehmen wollten.

Zuletzt aktualisiert am . | Beitrag erstellt von  | Bild-Quellen: Marcus Brandt / dpa,

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