Hat NRW-Schulministerin geschummelt?

Unterrichtsausfall sei deutlich höher als angegeben

Die NRW-Landesregierung schätzt, dass nur 1,7 Prozent der Unterrichtsstunden ausfallen. Die Landeselternschaft kommt allerdings auf deutlich höhere Zahlen.

 Wer mehr wissen will schaut 17:30 Uhr SAT.1 NRW.
Hat NRW-Schulministerin geschummelt? (Foto: Sat.1 NRW)

 Bild: Sat.1 NRW,

Was bedeutet für Sie Unterrichtsausfall?

Laut Zahlen der Landeselternschaft fällt deutlich mehr Unterricht aus, als von der Landesregierung angegeben.

Laut der NRW-Landesregierung ist das Thema Unterrichtsausfall kein schwerwiegendes Problem. Nur 1,7 Prozent der Unterrichtsstunden sollen ihr zufolge überhaupt ausfallen. Eine Erhebung der Landeselternschaft kommt auf eine ganze andere Quote: 6,4 Prozent an Gymnasien in den Klassen 5 bis 9. Das ist fast viermal so hoch wie die Landesregierung angibt.

Die Landeselternschaft wirft der NRW-Schulministerin Sylvia Löhrmann (Grüne) nun vor, nicht jeden Ausfall auch tatsächlich als Ausfall zu werten. Schummelt Löhrmann also bei ihren Zahlen? Unterrichtsausfall heißt bei der Schulministerin, dass Schulstunden ganz ausfallen müssen. Unterricht, den ein fachfremder Lehrer erteilt, oder Stunden, in denen ein Lehrer die Klasse nur beaufsichtigt und sich die Schüler selbst beschäftigen, werden nicht in den Zahlen der Landesregierung berücksichtigt. Laut Landeselternschaft sind dringend mehr Lehrerstellen nötig, um eine vernünftige Vertretungsreserve zu schaffen.

Zuletzt aktualisiert am . | Beitrag erstellt von  | Bild-Quellen: Sat.1 NRW,

Jetzt Mitreden!

    Mit * gekennzeichnete Felder müssen ausgefüllt werden.

    *