Hans Dietrich Genscher ist tot

Ehemaliger Bundesaußenminister stirbt mit 89 Jahren

Der langjährige Bundesaußenminister und FDP Vorsitzende Hans-Dietrich Genscher ist gestorben.

 Weitere Informationen heute um 17:30 in SAT.1 NRW.
Hans Dietrich Genscher ist tot (Foto: SAT.1 NRW)

 Bild: SAT.1 NRW,

In der vergangenen Nacht ist ein großer Politiker von uns gegangen: Hans-Dietrich Genscher verstarb laut seinem Büro mit 89 Jahren an Herz- und Kreislaufversagen.

Der Politiker wurde 1027 in Reideburg bei Halle an der Saale geboren und lebte bis Zuletzt in Wachtburg in der Nähe von Bonn, wo er gestern auch im Kreise seiner Familie gestorben ist. Von 1974 bis 1992 war er fast ununterbrochen Bundesaußenminister und Vizekanzler.

Weltberühmt wurde Genscher vor allem durch seinen Auftritt am 30. September 1989 in Prag, als er DDR-Flüchtlingen ihre Ausreiseerlaubnis mit den Worten mitteilte: „Liebe Landsleute, wir sind zu Ihnen gekommen, um Ihnen mitzuteilen, dass heute Ihre Ausreise in die Bundesrepublik Deutschland möglich geworden ist.“ Seine Worte wurden von Jubelschreien übertönt. Genscher trug mit seiner Politik maßgeblich zur Wiedervereinigung bei.

Seit 1965 war Genscher Abgeordneter des Bundestages, bereits vier Jahre später war er Innenminister. Unter Bundeskanzler Willy Brandt (SPD), Helmut Schmidt (SPD) und Helmut Kohl (CDU) war er Bundesminister.

1992 trat Genscher freiwillig als Bundesaußenminister und Vizekanzler zurück. Bis 1998 war er Bundestagsabgeordneter.

Bei vielen seiner ehemaligen Kollegen ist die Trauer heute groß. Auf Twitter äußern viele ihr Beileid, wie der heutige FDP-Chef Christian Lindner: „Genscher hat Geschichte geschrieben und unser Land geprägt. Wir haben ihm viel zu verdanken. Unsere Trauer kann nicht größer sein.“

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