Haben wir zu viele Krankenhäuser?

Chef der Kassenärztlichen Bundesvereinigung fordert Schließungen

500 der 2000 Krankenhäuser in Deutschland sind überflüssig, so Andreas Gassen, Chef der KBV. Viele Kliniken in NRW kämpfen jedoch um ihr Bestehen.

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Haben wir zu viele Krankenhäuser? (Foto: SAT.1 NRW)

 Bild: SAT.1 NRW,

Deutschland hat unnötig viele Krankenhäuser, die es nicht braucht. So sieht es der Chef der Kassenärztlichen Bundesvereinigung, Andreas Gassen. In einem Interview mit der Rheinischen Post sagte der Unfallchirurg aus Düsseldorf, dass 1500 der 2000 Krankenhäuser in Deutschland ausreichen würden – im Vergleich zum Ausland wären das immer noch überdurchschnittlich viele.

Immer wieder kämpfen Klinken in NRW ums Überleben. Zuletzt wurden hier Kliniken zum Beispiel in Willich in 2014 oder in Emsdetten in 2015 geschlossen – für die Bürger unverantwortlich. Mit der Anfang des Jahres in Kraft getretenen Krankenhausreform bekommen Krankenhäuser, die vor dem Aus stehen, finanzielle Unterstützung und können nun weiter bestehen. Für viele Mitarbeiter eine große Erleichterung.

Laut Andreas Gassen ist dieser Schritt aber „bedauerlich“. Genau diese Kliniken sollten geschlossen werden und das gesparte Geld von fünf bis sechs Milliarden Euro in die ambulante Behandlung, d. h. zu Fachärzten geben. Ein Viertel der Behandlungen im Krankenhaus könnten auch in den Arztpraxen durchgeführt werden.

Dieser Beitrag ist in der Sendung vom 10.10.2016 erschienen. Das zugehörige Video ist am Tag der Sendung ab ca. 19:00 verfügbar.

Zuletzt aktualisiert am . | Beitrag erstellt von  | Bild-Quellen: SAT.1 NRW,

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