Gutachten zu Legionellen-Krankheitswelle

Umweltministerium stellt heute Ergebnisse vor

Vor zwei Jahren erkrankten über 160 Menschen an der Legionellen-Krankheit. Wie ein erneuter Ausbruch verhindert werden kann, soll heute erklärt werden.

 Weitere Informationen heute um 17:30 in SAT.1 NRW.
Gutachten zu Legionellen-Krankheitswelle (Foto: Jens Wolf / dpa)

Das Umweltministerium beschäftigt die Legionellen-Epidemie vor zwei Jahren.Bild: Jens Wolf / dpa,

Im Spätsommer 2013 passierte es: Mehr als 160 Menschen wurden plötzlich schwer krank, zwei von Ihnen starben. Der Grund war die größte Legioniellen-Erkrankungswelle, die es in Europa je gab. Die ganze Stadt musste regelrecht dicht gemacht werden, um die Krankheit einzudämmen. Für die Stadt, die auch stark vom Tourismus lebt, war es eine Katastrophe in vielerlei Hinsicht.
Gutachter hatten herausgefunden, dass sich die Legionellen über industrielle Kühlanlagen verbreiteten, die Quelle wurde aber nie gefunden.
Das Umweltministerium stellt heute drei Gutachten und Berichte vor, die vor allem eine Frage klären sollen: Wie kann man verhindern, das so etwas noch einmal passiert?

Hintergrund zu Legionellen:
Legionellen sind weltweit verbreitet. Sie gedeihen in warmem Süßwasser und können die Lungen von Menschen befallen, wenn zerstäubtes Wasser eingeatmet wird. Infektionsquellen sind daher häufig Klimaanlagen, Duschen, Whirlpools und andere Warmwassereinrichtungen, in denen Dampf oder Sprühnebel entsteht. Die Infektion beginnt meist mit Husten, Durchfall und Fieber. Später kann es zu schweren Lungen- und Rippenfellentzündungen kommen. Legionellen im Magen-Darm-Trakt sind dagegen in der Regel harmlos. Deswegen kann Trinkwasser weiter unbedenklich verwendet werden. Eine Übertragung der Legionellen von Mensch zu Mensch ist nicht möglich. (dpa)

Zuletzt aktualisiert am . | Beitrag erstellt von  | Bild-Quellen: Jens Wolf / dpa,

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