Gräber für Flüchtlinge ausgehoben

Umstrittene Kunstaktion auch in Bochum und Düsseldorf

In mehreren Städten wollen Aktivisten mit vermeintlichen Gräber auf das Schicksal tausender Bootsflüchtlinge aufmerksam machen.

 Die neuesten Bilder zu diesem Thema heute um 17:30 in SAT.1 NRW.
Gräber für Flüchtlinge ausgehoben (Foto: SAT.1 NRW)

 Bild: SAT.1 NRW,

Kerzen, Blumen und ein Holzkreuz— ganz so, als befinde sich an dieser Stelle ein echtes Grab. Aktivisten sorgen momentan mit einer umstrittenen Kunstaktion für Aufsehen. In mehreren NRW Städten haben sie vermeintliche Gräber ausgehoben, um mit diesen an die vielen toten Bootsflüchtlinge zu erinnern. Denn tausende Flüchtlinge überleben die gefährliche Überfahrt nicht. 23.000 Menschen sind seit dem Jahr 2000 auf Schleuserbooten von Afrika nach Europa ums Leben gekommen. Angelegt wurden die Gräber in der Nacht zu Sonntag. Unter anderem in Bochum und Düsseldorf. Immer an Plätzen, die Passanten sofort ins Auge fallen, wie in Düsseldorf an der Rheinpromenade, im Volksgraten oder am Graf-Adolf-Platz. Die Aktion ist Teil eines Projekts der Berliner Künstlergruppe „Zentrum für Politische Schönheit“ und hat in den vergangenen Tagen für Diskussionen gesorgt. Nicht die einzige AKtion in NRW. Das Portal katholisch.de aus Bonn gibt jetzt Flüchtlingen das Wort. In einem Youtube-Video lesen diese abfällige Tweets und Kommentare aus sozialen Netzwerken vor, die über sie veröffentlicht wurden.

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