Giftanschlag wegen Flüchtlingspolitik

Bochumer Bezirksbürgermeister wurde der Garten zerstört

Weil er sich für Flüchtlinge in Bochum einsetzt, wird der Bezirksbürgermeister Marc Gräf (SPD) seit Monaten bedroht. Doch er will trotzdem nicht nachgeben.

 Mehr dazu heute um 17:30 in SAT.1 NRW!
Giftanschlag wegen Flüchtlingspolitik (Foto: SAT.1 NRW)

 Bild: SAT.1 NRW,

Über Wochen hat ein Unbekannter den Graten von Bezirksbürgermeister Marc Gräf (SPD) mit dem Unkrautmittel Glyphosat übergossen und somit zerstört. Seit letztem Jahr im Dezember hatten Gräf uns seine Familie bemerkt, dass sich der Garten verändert, aber erst im März zeigte sich dann das ganze Ausmaß (siehe Foto). Mittlerweile habe sich der Garten wieder einigermaßen erholt, so Gräf.

Bedrohung per Mail

Anfang März erreicht den Politiker dann auch noch eine Hass-Mail, in der er uns seine Familie bedroht werden. Passagen wie: „Am besten wäre, Ihre Familien würden von Flüchtlingen gesteinigt, missbraucht und weggeworfen.“. Wegen Aussagen wie dieser sieht Marc Gräf einen direkten Bezug des Giftanschlags zu seiner Flüchtlingspolitik.

Trotz Angst weiter machen

Nachdem er den Drohbrief bekommt, erstattet der Politiker sofort Anzeige. Die Polizei untersucht daraufhin den Garten, nimmt Bodenproben. Das Resultat: Der Garten wurde quasi in Glyphosat getränkt. Bis heute hat die Polizei aber keine Hinweise zum Täter finden können und hat den Fall der Staatsanwaltschaft Bochum übergeben.

Marc Gräf will trotz eines mulmigen Gefühls, was vielleicht als nächstes kommen könnte, an seiner Politik festhalten und sich nicht klein kriegen lassen. Das jemand wegen einer anderen politischen Meinung zu solchen Mitteln greift, sei für ihn unverständlich.

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