Geständnis im Mordprozess

„Ich habe ihn umgebracht, er war ein Ungläubiger.“

Ein 27-Jähriger steht in Arnsberg wegen Mordes vor Gericht. Der Prozessauftakt startete spektakulär.

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Geständnis im Mordprozess (Foto: Sat.1 NRW)

 Bild: Sat.1 NRW,

Im September 2015 soll der 27-Jährige einen anderen Mann brutal in seinem Garten erschlagen haben. Das Gesicht war wohl mehrere Zentimeter tief ins Gras gedrückt worden, weil der Täter mit einem stumpfen Gegenstand heftig auf den Kopf des Opfers eingeschlagen haben soll.

Heute startete der Prozess mit ungewöhnlich hohen Sicherheitsvorkehrungen. Mehrere bewaffnete und mit Sicherheitskleidung ausgestatteten Polizisten hatten hinter dem Angeklagten Position bezogen. Außerdem war angedacht, dass der Angeklagte einen Spukschutz trägt, um Bisse und Spuckattacken auf die Beamten zu verhindern. Dieser gleicht einer Maske, die über das ganze Gesicht gezogen wird. Heute wurde aber doch darauf verzichtet.

Der Angeklagte legte direkt zu Anfang ein Geständnis ab. „Ich habe ihn umgebracht, er war ein Ungläubiger“ – mit diesen Worten gab er den Mord zu. Nach Angaben der Staatsanwaltschaft habe sich aber kein islamistischer Hintergrund zu der Tat ergeben. Wahrscheinlicher ist, dass der Angeklagte psychische Probleme hat. Die Verhandlung wurde heute unterbrochen, da der 27-Jährige einen verwirrten Eindruck machte. Jetzt soll ein psychiatrisches Gutachten seine Schuldfähigkeit klären.

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