Gedenken an Johannes Rau

Zehnter Todestag des ehemaligen Bundespräsidenten

Einer wie er würde in Zeiten wie diesen wieder gebraucht werden. Johannes Rau galt als moralische Instanz. Sein Motto: „Versöhnen statt spalten.“

 Wer mehr wissen will schaut 17:30 Uhr SAT.1 NRW.
Gedenken an Johannes Rau (Foto: Sat.1 NRW)

Johannes Rau (1931-2006)Bild: Sat.1 NRW,

Johannes Rau fand ich schwierigen Situationen oft die richtigen Worte. Ein Beispiel: Bei dem Brandanschlag in Solingen starben 1993 fünf Menschen. Er fuhr zum Tatort, spendete den Angehörigen Trost. Die Macht der Worte prägten seine politische Karriere.

Johannes Rau war mehr als 46 Jahre für die SPD aktiv. In seinem Leben war er unter anderem Oberbürgermeister seiner Heimatstadt Wuppertal, Ministerpräsident von Nordrhein-Westfalen und Kanzlerkandidat. In seinen letzten Jahren war er von 1999 bis 2004 Bundespräsident. In seiner politischen Arbeit hatten Gerechtigkeit und Versöhnung einen hohen Stellenwert. Seine Wegbegleiter lobten besonders seine Fähigkeit zuzuhören und auf andere zuzugehen. Besonders hervorgehoben wird auch sein Verdienst um das deutsch-israelische Verhältnis. Rau sprach als erster Bundespräsident vor der Knesset, dem israelischen Parlament. Auch hier fand er den richtigen Ton und bat um Vergebung. In seiner Mitteilung am 8. Januar 2000 schrieb er: „Ich wünsche mir, dass wir überall in Deutschland ohne Vorurteile aufeinander zugehen und uns um ein friedliches Zusammenleben bemühen, unabhängig davon, wo wir geboren sind, ob und woran wir glauben.“ Ein Wunsch, der auch zehn Jahre nach seinem Tod immer noch hochaktuell ist.

Zuletzt aktualisiert am . | Beitrag erstellt von  | Bild-Quellen: Sat.1 NRW,

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