Gauck: Maul aufmachen!

Bundespräsident besuchte heute Flüchtlingsunterkünfte

In Zeiten der Flüchtlingskrise ruft Bundespräsident Joachim Gauck die Bürger dazu auf „das Maul aufzumachen“ und ihre Befürchtungen nicht für sich behalten.

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Gauck: Maul aufmachen! (Foto: Federico Gambarini / dpa)

Joachim Gauck hielt heute in Bergisch Gladbach eine Rede. Bild: Federico Gambarini / dpa,

Bundespräsident Joachim Gauck informierte sich heute über die Flüchtlingsarbeit in Bergisch Gladbach. Das Staatsoberhaupt besuchte zwei Flüchtlingsunterkünfte und traf sich mit Helfern. Die Flüchtlinge bereiteten ihm einen warmen Empfang. Im Anschluss fand noch ein Gespräch mit Bürgern statt.

Die Rede des Bundespräsidenten Joachim Gauck in Bergisch Gladbach hinterließ Eindruck. Er bedankte sich bei den Helfern für ihre Bereitschaft zu helfen, aber auch zu kritisieren, was nicht gut läuft. Gauck hat weiter davor gewarnt, die Fragen und Sorgen der Bürger in der Flüchtlingsdebatte rechten Scharfmachern zu überlassen. „Wenn wir in der Mitte der Handelnden und der Solidarischen aufhören, die Probleme zu besprechen, die unsere Mitbürger betreffen, dann werden am rechten Rand genug Verführer und Nutznießer sein, die sich dieser Probleme bemächtigen“, sagte er. Denn: In einer Zeit von Herausforderungen würden Debatten und Kontroversen dazugehören, aber sie würden in die Mitte der Gesellschaft gehören.

Er appellierte an die Bürger, ihre Befürchtungen nicht für sich zu behalten – Bürger sollten „das Maul aufmachen“, wie er einforderte.

Bergisch Gladbach gehört zu den Kommunen, die in relativ kurzer Zeit viele Menschen unterbringen müssten, erklärte das Präsidialamt die Stippvisite. Rund 1.500 Flüchtlinge beherbergt die Stadt zur Zeit nach eigenen Angaben. Viele Städte stöhnen unter der Belastung, die die hohe Zahl an Flüchtlingen mit sich bringt.

Zuletzt aktualisiert am . | Beitrag erstellt von  | Bild-Quellen: Federico Gambarini / dpa,

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