Gaffer sollen ins Gefängnis

Bundesrat berät heute über härtere Strafen für Unfall-Gaffer

Auch in NRW werden Gaffer immer häufiger zum Problem und behindern die Rettungskräfte. Deshalb fordert der Ministerpräsident von Niedersachsen Haftstrafen.

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Gaffer sollen ins Gefängnis (Foto: SAT.1 NRW)

 Bild: SAT.1 NRW,

Schaulustige sollen, wenn es nach einigen Bundesländern geht, härter strafrechtlich verflogt werden können. Jeder, der demnach Videos von einem Unfall macht oder sonst irgendwie die Arbeit der Rettungskräfte behindert, soll mit einer Freiheitsstrafe von bis zu einem Jahr bestraft werden.

Initiative der Länder

Angestoßen haben die Gesetzesänderung Niedersachsen und Berlin. Sie brachten einen Gesetzesentwurf ein, der heute im Bundesrat diskutiert wird. Es sei wichtig dem Gaffer-Problem härter entgegen zu treten.

Die bisherige Lage

Momentan können Gaffer nur strafrechtlich verfolgt werden, wenn mit dem Gaffen Gewalt oder auch Gewaltandrohungen verbunden sind. Jetzt sollen aber auch die Personen einfacher bestraft werden können, die den Persönlichkeitsschutz der verletzten oder sogar toten Personen verletzen, die in einen Unfall verwickelt sind. Auch die Rettungskräfte vor Ort sollen durch die Gesetzesänderung geschützt werden.

Vorfälle

Auch in NRW gibt es immer wieder Vorfälle, bei denen Gaffer die Polizei oder Rettungskräfte bei ihrer Arbeit behindern. Vor allem in Hagen zeigte sich dieses Problem in den letzten Monaten immer wieder. Die Polizei musste sogar vor wenigen Wochen mit einem Polizeihund gegen die Gaffer vorgehen.

Auch im April hatte die Hagener Polizei enorme Probleme bei einem Einsatz, als mehrere hundert Gaffer die Rettung eines kleinen, schwerverletzten Mädchens massiv behinderten. Die Polizei Hagen appellierte später auf Facebook an die rücksichtslosen Menschen mit einem wütenden Posting.

Zuletzt aktualisiert am . | Beitrag erstellt von  | Bild-Quellen: SAT.1 NRW,

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