Fünf Jahre nach dem Loveparade-Unglück

Heute offizielle Gedenkveranstaltung der Stadt

21 Menschen waren bei der Massenpanik in Duisburg 2010 um Leben gekommen, über 500 wurden verletzt. Heute jährt sich die Loveparade-Katastrophe zum fünften Mal.

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Fünf Jahre nach dem Loveparade-Unglück (Foto: Roland Weihrauch / dpa)

Bis heute ist das Unglück auch juristisch noch nicht aufgearbeitet. Bild: Roland Weihrauch / dpa,

Es ist ein Meer aus Lichtern: 1000 Kerzen brennen gestern Abend an der Stelle, an der vor fünf Jahren 21 Menschen ums Leben kamen. Angehörige und Betroffenen haben sie angezündet. Jedes Jahr kommen sie am Abend vor dem Jahrestag der Katastrophe an den Unglücks-Tunnel, um mit der„Nacht der 1000 Lichter“ den Opfern zu gedenken. Auch fünf Jahre danach fällt das vielen schwer – die Trauer sitzt tief. Genau wie der Ärger über die schleppende Aufarbeitung. Die bedauert auch Nordrhein-Westfalens Ministerpräsidentin Hannelore Kraft (SPD): «Leider können die Betroffenen so noch keinen Abschluss finden. Das macht mich traurig», sagte sie dem Magazin «Stern». Die Verfahren seien aber komplex und müssten sorgfältig geführt werden. Auch fünf Jahre nach der Katastrophe hat das Landgericht Duisburg noch nicht entschieden, ob ein Prozess gegen mehrere Mitarbeiter der Stadt Duisburg und des Loveparade-Veranstalters wegen fahrlässiger Tötung eröffnet wird. Bei der Massenpanik am 24. Juli 2010 an einem Tunnel im Zugangsbereich des Festivalgeländes starben 21 Menschen, mehr als 500 wurden verletzt.
Auch der Sohn von Hannelore Kraft war damals auf dem Festivalgelände. Über Stunden hinweg habe sie nicht gewusst, ob ihm oder seinen Freunden etwas passiert war. Als sie endlich die Nachricht erhielt, dass die ganze Gruppe unversehrt geblieben war, sei das ein «unglaublich befreiender Moment» für sie gewesen, sagte Kraft dem «Stern».
Heute Abend nimmt die Ministerpräsidentin an der offiziellen Gedenkveranstaltung der Stadt teil. (dpa)

Zuletzt aktualisiert am . | Beitrag erstellt von  | Bild-Quellen: Roland Weihrauch / dpa,

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