Frauenquote: Beamtinnen werden eher befördert

Gesetz wird verschärft

Ab heute gilt für Beamte ein neues Gesetz. Darin ein wichtiger Abschnitt zur Frauenquote: Frauen sollen noch schneller befördert werden.

 Nicht verpassen! Mehr um 17:30 Uhr in SAT.1 NRW.
Frauenquote: Beamtinnen werden eher befördert (Foto: SAT.1 NRW)

 Bild: SAT.1 NRW,

Was haltet ihr von der Frauenquote?

Frauen im öffentlichen Dienst sollen ab heute bei "im Wesentlichen gleicher Leistung" eher befördert werden, als männliche Kollegen.

Frauen sind selten Chef. Zumindest im Büro. Die Frauenquote soll das ändern. Bei gleicher Leistungen sollen Frauen im öffentlichen Dienst bevorzugt höhere Positionen beziehen. Da das der Landesregierung nicht reichte, gilt ab heute ein verschärftes Gesetz: Frauen sollen nun bei „im Wesentlichen gleicher Leistung“ bevorzugt befördert werden.

Wichtig ist die aktuelle Gesamtbeurteilung von Beamten. Somit könnten Frauen beispielsweise auch eher befördert werden als ihre männlichen Kollegen, wenn sie in einzelnen Bereichen schlechter abschneiden. Außerdem haben sie durch den Mutterschutz oft Nachteile in der Bewertung, weil sie in der Zeit Kinder betreut haben und nicht an Seminaren und Fortbildungen teilnehmen konnten. Durch die Formulierung des „aktuellen Gesamteindrucks“ würde das mit dem neuen Gesetz nicht mehr in den Vergleich einfließen. Genau heißt es in dem Abschnitt:

Frauen sind bei im Wesentlichen gleicher Eignung, Befähigung und fachlicher Leistung bevorzugt zu befördern, sofern nicht in der Person eines Mitbewerbers liegende Gründe überwiegen. Von einer im Wesentlichen gleichen Eignung, Befähigung und fachlichen Leistung im Sinne von Satz 2 ist in der Regel auszugehen, wenn die jeweils aktuelle dienstliche Beurteilung der Bewerberin und des Mitbewerbers ein gleichwertiges Gesamturteil aufweist.

Doch nicht für alle Frauen ist das ein Grund zur Freude. Dagmar Janßen von der Kreispolizeibehörde Mettmann sieht die neue Formulierung kritisch. Für sie ist es wichtig, dass Frauen befördert werden, weil sie gute Arbeit leisten, und es nicht heißt, man hätte den Job nur bekommen, weil man eine Frau ist.

Schlagwörter: Arbeit, Arbeitsplatz, Beförderung, Beurteilung, Bevorzugung, Chef, Dienst, Diskriminierung, Frau, Gesetzt, Klage, Leistung, Mann, Unzufriedenheit, Weiblich, Weiblichkeit, Wirtschaft

Dieser Beitrag ist in der Sendung vom 01.07.2016 erschienen. Das zugehörige Video ist am Tag der Sendung ab ca. 19:00 verfügbar.

Zuletzt aktualisiert am . | Beitrag erstellt von  | Bild-Quellen: SAT.1 NRW,

Jetzt Mitreden!

Mit * gekennzeichnete Felder müssen ausgefüllt werden.

*