Flirtkurs für Flüchtlinge

So verliebt man sich in Deutschland

In Essen gab es nun den ersten Flirtkurs für Flüchtlinge. So soll ihnen die Angst genommen werden, auf andere Menschen zuzugehen, aber auch Grenzen gezeigt werden.

 Mehr dazu heute um 17:30 in SAT.1 NRW!
Flirtkurs für Flüchtlinge (Foto: SAT.1 NRW)

SymbolbildBild: SAT.1 NRW,

30 junge Männer hoffen in Essen auf die große Liebe: Endlich wieder Nähe zu jemandem aufbauen, nach all dem Schrecken, den man erlebt hat. Auch für Flirtcoach Horst Wenzel war es eine ganz neue Situation – wie bringt man traumatisierten Menschen aus einer völlig anderen Kultur den richtigen Umgang mit Frauen bei? Doch das Interesse an seinem Kurs „How to fall in love in Germany“ (Wie man sich in Deutschland verliebt) war groß.

Unterstützt wurde er dabei von zwei Dolmetschern – denn die Sprachbarrieren sind nach wie vor das größte Problem. Doch viele Flüchtlinge haben auch Probleme, auf Deutsche zuzugehen. Der Flirtcoach rät neben Tipps, wie man bei den Frauen gut ankommt, auch zu deutschen Kumpeln, die den Einstieg in ein gesundes Sozialleben erleichtern. Denn die Flüchtlinge erzählen aus eigener Erfahrung: Deutsche Frauen haben Angst vor ihnen. Grapsch-Vorfälle wie in der Silvesternacht oder in Schwimmbädern halten sie davon ab, Frauen überhaupt noch anzusprechen.

Damit so etwas vor allem nicht mehr vorkommt, wird auch über Grenzen gesprochen. Denn viele der Männer wissen nicht, welche Frau sie überhaupt ansprechen dürfen, wie man erkennt, ob jemand bereits in einer Beziehung ist. In ihren Heimatländern können sie das klar erkennen, in Deutschland erst, wenn ein Ehering am Finger ist. Geld hat der Flirtcoach übrigens nicht genommen – Horst Wenzel war für den zweistündigen Kurs ehrenamtlich in Essen.

Schlagwörter: Angst, Essen, Flirtcoach, Flirtkurs, Flüchtling, Grenzen, Kultur, Sprachbarrieren, Trauma, Umgang

Dieser Beitrag ist in der Sendung vom 08.09.2016 erschienen. Das zugehörige Video ist am Tag der Sendung ab ca. 19:00 verfügbar.

Zuletzt aktualisiert am . | Beitrag erstellt von  | Bild-Quellen: SAT.1 NRW,

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