Extra-Heime für Balkan-Flüchtlinge

Offenbar sollen Asylbewerber in gesonderte Unterkünfte

Angeblich sollen die speziellen Heime in vier NRW-Städten entstehen. Der Flüchtlingsrat NRW kritisiert die Behandlung der Asylbewerber.

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Extra-Heime für Balkan-Flüchtlinge (Foto: SAT.1 NRW)

 Bild: SAT.1 NRW,

Die offizielle Linie heißt: Keine separate Unterbringung von Balkan-Flüchtlingen in NRW. Alle Asylsuchenden sollen also gemeinsam einquartiert werden.

Nach Medienberichten hat das Land NRW nun aber vor, Asylbewerber aus den Balkan-Staaten in speziellen Einrichtungen unterzubringen. Dort sollen sie so lange bleiben, bis über ihren Antrag entschieden wurde. Als Standorte sind laut Bericht die Städte Bonn, Borgentreich, Bad Driburg und Neuss im Gespräch – hier sollen insgesamt 1.200 Menschen untergebracht werden. Ein Ministeriumssprecher hat die Planungen allgemein bestätigt – wo genau die Einrichtungen entstehen sollen, nannte er aber nicht.

Birgit Naujoks vom Deutschen Flüchtlingsrat NRW aus Düsseldorf lehnt diesen Plan aber ab und wirft der Landesregierung „intransparente Geheimpläne“ vor. Laut Aussage von Naujoks solle in Borgentreich ein „Sonderlager“ entstehen – hier sollen 400 Balkan-Flüchtlinge und 200 weitere Asylbewerber Platz finden. Die kleine Gemeinde hat ohnehin schon verhältnismäßig viele Flüchtlinge aufgenommen.

Ministerpräsidentin Hannelore Kraft hat unterdessen mehr Geld vom Bund gefordert. Das Anfang der Woche beschlossene Maßnahmenpaket der Großen Koalition sei unzureichend. Allein Nordrhein-Westfalen müsse innerhalb dieser Woche die Erstaufnahme-Plätze von 37.000 auf 54.000 aufstocken.

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