Eskalation in NRWs Flüchtlingsheimen

Essener Sozialdezernent: „Die machen uns alles kaputt“

Nach einer Massenschlägerei in einer Flüchtlingsunterkunft in Essen fordert der Sozialdezernent deutlich schnellere Abschiebeverfahren.

 Mehr dazu heute um 17:30 in SAT.1 NRW!
Eskalation in NRWs Flüchtlingsheimen (Foto: SAT.1 NRW)

 Bild: SAT.1 NRW,

Sollten Flüchtlinge nach Religionen und Herkunft getrennt werden?

Immer wieder eskaliert es in NRWs Flüchtlingsheimen. Einige Politiker fordern schon lange, die Leute nach Religion und Herkunft zu trennen.

Sieben Verletzte, zwei Festnahmen – das ist die Bilanz einer Massenschlägerei in einer Flüchtlingsunterkunft in Essen. 50 bis 100 Asylbewerber aus unterschiedlichen Nationen sind dabei aneinander geraten.

Gegenüber SAT.1 NRW äußerte sich Essens Sozialdezernent Peter Renzel resigniert: „Es geht so nicht weiter. Die Randalierer dürfen nicht mehr zurück in unsere Einrichtungen. die machen uns alles kaputt. Nach solchen Straftaten muss das Bundesamt für Migration und Flüchtlinge die Asylverfahren sofort bearbeiten. Für straffällige Personen ohne eine Bleibeperspektive muß die Abschiebung noch im Gewahrsam bei der Polizei oder speziellen Landeseinrichtungen organisiert werden“

78.000 Polizeieinsätze im vergangenen Jahr

Erst vor wenigen Tagen wurden Zahlen aus dem Innenministerium bekannt. Insgesamt rückte die Polizei in NRW im vergangenen Jahr zu 78.000 Einsätzen in Flüchtlingsunterkünften aus. Dabei handelte es sich circa bei jedem zehnten Einsatz um eine Straftat. Die restlichen Einsätze waren oft Präventionsmaßnahmen.

Langes Warten und Kulturenmix als Grund

Die Politik diskutiert schon länger über die Gründe der Eskalationen. Das lange Warten und Untätigsein in den Heimen und der Mix dutzender Kulturen werden schon lange bemängelt. Bereits im Oktober äußerte sich der Landrat des Rhein-Kreises-Neuss gegenüber SAT.1 NRW. „Sie kommen teilweise aus Gegenden, in denen sie sich vorher bekämpft haben und wenn man sie dann in einen Flur legt, muss das nicht unbedingt vorteilhaft sein.“ Doch eine nach Nationen, Sprache oder Religionen getrennte Unterbringung gibt es in NRW bisher nicht.

Zuletzt aktualisiert am . | Beitrag erstellt von  | Bild-Quellen: SAT.1 NRW,

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