Erster „Coffeeshop“ eröffnet in Köln

Politiker kämpfen um Cannabis-Legalisierung

In einer Kölner Bar wird ab heute Gras verkauft. Wer allerdings auf einen Rausch hofft, wird enttäuscht

 Mehr dazu heute um 17:30 in SAT.1 NRW!
Erster „Coffeeshop“ eröffnet in Köln (Foto: SAT.1 NRW)

 Bild: SAT.1 NRW,

Muss Cannabis endlich legal werden?

„Die Partei“ um OB-Kandidat Benecke eröffnen heute einen Coffeeshop in Köln. Dort kämpfen z.B. auch die Grünen um Cannabis-Legalisierung.

Alles soll ganz legal sein: In Köln eröffnet heute der erste Coffeeshop. Dabei ist Cannabis in Deutschland verboten. Trotzdem soll es in der Bar „Zum Goldenen Bock“ Gras zum Verkauf geben. So liest man es zumindest auf Facebook. Mehr als 2.600 Gäste haben sich bereits zur Eröffnung angemeldet.

Wer auf den großen Rausch hofft, wird aber enttäuscht. Organisator der Aktion „Support your local dealer“ ist nämlich der Kölner Ableger der Satire-Partei „Die Partei“. Gemeinsam mit ihrem Oberbürgermeister-Kandidaten Mark Benecke geben sie heute den Dealer. Und statt qualitativ hochwertigem Marihuana gibt es dort tatsächlich Gras – also Rasen und Wiese „aus Kölner Grünanlagen“, wie es auf der Facebook-Seite heißt. Einen Rausch dürfte man davon vermutlich nicht bekommen. Laut „Kölner Stadtanzeiger verspricht der OB-Kandidat sogar eine flexible Preisgestaltung: „Schüler und Studierende bekommen es bei Vorlage ihrer Ausweise billiger.“

Hinter der spaßigen Aktion steckt aber ein ernstes Anliegen. Seit mehreren Jahren gibt es immer wieder Anträge für die Eröffnung von Coffeeshops in Köln. Der Kölner Innenstadt-Bürgermeister Andreas Hupke unterstützt sogar die Forderung nach sogenannten Cannabis-Clubs, in denen legal gekifft werden darf. Dass diese jemals errichtet werden, ist laut Stadtverwaltung aber unrealistisch.

Zuletzt aktualisiert am . | Beitrag erstellt von  | Bild-Quellen: SAT.1 NRW,

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