Erste Entscheidung im Loveparadeprozess

Klage eines Feuerwehrmannes abgewiesen

90.000 Euro Schadensersatz hatte ein Feuerwehrmann gefordert. Das Gericht in Duisburg lehnt das aber ab. Das sei Berufsrisiko.

 Wer mehr wissen will schaut 17:30 Uhr SAT.1 NRW.
Erste Entscheidung im Loveparadeprozess (Foto: SAT.1 NRW)

 Bild: SAT.1 NRW,

Gehört so eine Tragödie zum Berufsrisiko eines Feuerwehrmannes?

Ralf Strutz ist nach Einsatz bei der Loveparade mit 21 Toten traumatisiert - will Schadensersatz. Die Klage wurde abgewiesen.

Im Prozess um eine Entschädigung für einen Feuerwehrmann nach seinem Einsatz beim tödlichen Loveparade-Unglück vor fünf Jahren hat das Landgericht Duisburg heute seine Entscheidung verkündet. Es gibt keinen Schadensersatz für Feuerwehrmann Ralf Strutz. Es ist das erste Verfahren zu der Tragödie. Bei der öffentlichen Verhandlung in dem Zivilprozess Anfang September hatte die Kammer bereits erklärt, dass sie keinen Anspruch auf Entschädigung erkennen kann. Bei dem Fall des 53 Jahre alten Feuerwehrmannes gehe es «um ein typisches Berufsrisiko». Zudem zähle er nicht zu den unmittelbar Geschädigten. Der Helfer hatte 90.000 Euro Schadenersatz und Schmerzensgeld vom Land und vom Veranstalter gefordert. Nach eigenen Worten erlitt er eine posttraumatische Belastungsstörung, als er zum Unglücksort geschickt wurde. Bei dem Technofestival hatte sich an einer Rampe ein tödliches Gedränge gebildet, 21 Menschen starben und mehr als 500 Besucher wurden verletzt.
Sein Einsatz in Duisburg sei «wie im Krieg» gewesen, hatte der Feuerwehrmann Ralf Strutz erzählt. Es sei kein Berufsrisiko, sondern ein Grauen, das er auf der Technoveranstaltung erleben musste. Wegen der Traumatisierung könne er nicht mehr arbeiten, bis heute kämpfe er mit psychischen Problemen.

Zuletzt aktualisiert am . | Beitrag erstellt von  | Bild-Quellen: SAT.1 NRW,

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